Nach langer Pause bis ganz in den Norden

07. Mai – 387 km zum Camping Natura am Komansee

Seit Tagen hatten wir den Wetterbericht verfolgt, und trotz ständiger Änderungen gab es genau einen (!) Tag, der für Fierza und damit den Koman-See schönes Wetter versprach. Und da der See auf der zugegebener Maßen recht kleinen Liste der Orte stand, die wir in diesem Jahr unbedingt besuchen wollten mussten wir also nach sage und schreibe neun Tagen Abschied von Ksamil nehmen.

Am Montagabend bekamen wir von Linda noch einen riesig großen Topf Muscheln, lecker zubereitet mit viel Petersilie. Es war wohl noch keine Stunde her, dass diese noch im Meer schwammen …..

Wir verabschiedeten uns dann auch schon am Abend von Linda und Alexander und dem Rest der Famile, und es fiel uns schon recht schwer …. Am Rande sei erwähnt, dass uns Linda noch einen großen Nachlass auf den Preis gab und sich nicht mal einen 10er mehr geben ließ!

Die Strecke zum Komansee am Dienstag hatte es in sich – vorbei an Sarande über den Logarapass, durch Vlore und dann weiter an Dürres, Tirana und Kruja vorbei rollten wir bis Vau Dejes. Die folgenden 30 km ab dem Abzweig in Richtung Komansee (hier steht ein braunes Touristik-Ziel-Schild) waren definitiv die heftigste Strecke in Albanien. Die ersten sieben Kilometer verdienen den Begriff Straße noch, dann folgen 5 km so „mittel“. Die „restlichen“ 18 km sind schlechter Feldweg mit störenden Resten von Asphalt … Insgesamt waren wir rund 10 Stunden unterwegs (trotz nur kleinster Pausen), und für die 30 km ab dem Abzweig gingen 1,5 Stunden drauf.

Egal, wir erreichten das recht einfache Camp Natura direkt hinter der Brücke über den Drin, kauften Tickets für die Fähre (5 Euro je Person und Richtung) und bezahlten den Platz (10 Euro). Danach verschwanden wir bald im Bett, relativ zeitiges Aufstehen war angesagt.

 

08. Mai 2019 – 63 km bis zum Camping Lake Shkoder

Die Fähre (für uns die Rozofa) ging 9 Uhr, wir liefen vom Campingplatz aus eine knappe halbe Stunde (es gilt ca. 90 Höhenmeter zu überwinden). Direkt in Koman gibt es noch einen Parkplatz, kurz vorm Fähranleger (direkt vorm Tunnel) auch noch einige Plätze (für Womos bis max. 7 m). Hinterm Tunnel am „Hafen“ ist es recht eng, einen Stellplatz dort sollte man nicht erwarten. Bei schönstem Sonnenschein (wie angesagt!) suchten wir uns einen Fleck auf dem Oberdeck. Dann passierte erst einmal gar nichts, mit einer Stunde Verspätung ging es dann los …. Eine Gruppe junger Albaner mit ihrem Porsche musste halt noch mit. Die Fähre transportiert auch Fahrzeuge, der Preis scheint Verhandlungssache, wir hörten für mittelgroße Wohnmobile von 65 – 80 Euro pro Strecke.

Bei oder besser wegen der verspäteten Abfahrt der Fähre lernten wir unsere Landsleute mal wieder von ihrer unangenehmen Seite kennen, sie hatten sicher nur nicht den richtigen Reiseführer (vom hobo-team) dabei. In dem ist doch zu lesen, dass „Geduld“ das allererste Wort ist, welches man in Albanien lernen oder zumindest beherzigen sollte!

Die Fahrt entlang des aufgestauten Drin ist nicht zu beschrieben, man muss sie einfach selber machen! Manchmal ist es wie eine Fahrt auf einem Fluß mit Hügeln rechts und links, manchmal canyonartig eng, ab und an tauchen schneebedeckte Gipfel auf. Auf dem Wasser war es trotz Sonnenschein teilweise recht frisch, je nach Wind. Die 2,5 h waren schnell vorbei, und wegen der Verspätung ging es praktisch nahtlos wieder auf die Rücktour. Diesmal auf dem „Mitteldeck“ wurde es teilweise heftig kühl, die eingepackten Fleecejacken kamen durchaus zum Einsatz!

Entstanden sind die Stauseen ab 1973. Der Drin hat mehrere Staustufen und ist mit Abstand der größte Stromerzeuger Albaniens. Die Staumauern (voriges Jahr hatten wir die in Fierza angeschaut) und die Energieanlagen wie auch die Stromleitungen beeinträchtigen und verändern die Landschaft recht stark, aber das Ganze hat durchaus auch landschaftliche Reize, und ohne das alles gäbe es eben auch nicht diese genialen Bootsfahrten auf dem Lake Komani.

Am späten Nachmittag liefen wir dann wieder zum Camping, brachten die 30 km Rüttelpiste wieder hinter uns und fuhren direkt zum Skutarisee zum „Lake Shkodra Ressort“. Den Sonnenuntergang erlebten wir bei der Anfahrt zum Platz, und am Abend ´gab es im Restaurant diverses Gebratenes für uns und ausreichend Schlummertrunk in Form von Tirana-Bier und dem obligatorischen Raki.

Den nächsten (wettertechnisch wieder nicht so schönen, wir hatten also Glück mit unserer Fahrt auf dem Komanisee) Tag verbrachten wir einfach auf dem ebenfalls sehr schönem Campingplatz.

09. – 12. Mai 2019 – 0 km

Wir lassen es uns auf dem wirklich schönen Platz in der Nähe von Shkoder gut gehen, genießen das leckere Essen im Restaurant mal abends und auch mal zum späten Frühstück, lümmeln am See herum und faulenzen …

Wer hat die schönsten Füße??? 😉
Achja – im Hintergrund der Skutari-See!

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