Weihnachtsurlaub 2017

Start: 16.12. von Cunnersdorf nach Freiberg in Sachsen (97 km). Nach dem abendlichen Jahresabschlusskonzert („35 Jahre Keimzeit“) ging es am 17.12. auf leicht verschneiten Straßen (nur bis zur A4) weiter nach Göttingen (330 km). Am späten Nachmittag schlenderten wir durch die Stadt, von der vor lauter Weihnachtsmarkt-Deko nicht so viel zu sehen war.

18.12. von Göttingen nach Bremen (255 km), Stadtbummel inkl. „Schlachte“ und Besuch an der Leiter bei Honni. Den Abend verbrachten wir zusammen gemütlich in der Kneipe des „Meisenfrei“.

Und am 19.12. rollten wir dann vorbei an Hamburg und Lübeck nach Schashagen an den Bliesdorfer Strand (224 km) zum Campingplatz Walkyrien, wie jedes Jahr um diese Zeit. Hier ein paar Bilder vom 21.12.2017:

Stellplätze:
Freiberg – Stellplatz am Johannisbad, 50.9141 , 13.3338, 10 Euro / Nacht
Göttingen – Stellplatz am Badeparadies Eiswiese, 51.5217 , 9.9297, 9 Euro / Nacht
Bremen – Stellplatz „Am Kuhhirten“, 53.065 , 8.8188, 15 Euro / Nacht
Bliesdorfer Strand – Stellplatz „Ostseeblick“, direkt vorm Camping „Walkyrien“, 54.1192 , 10.921, 7 Euro / Nacht (Preis gilt nur im Winterhalbjahr)

24.12.2017:
Waren es in den letzten Jahren vor oder zu den Feiertage in der Regel drei bis vier Wohnmobile, so „drängelten“ sich in diesem Jahr am Mittag des 24.12. zehn Wohnmobile auf dem Platz. Leider war diesmal „Kuscheln“ angesagt, alle wollten in der ersten Reihe stehen:

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Heimweg

13.10.2017
777 km von Le-Grau-du-Roi nach Ortenberg

Die Camargue verabschiedet uns am Morgen mit Nebel, die Provence zeigt uns noch einmal ihr schönstes Licht im Vorbeifahren, das Burgund strahlt im schönsten Herbstkleid mit der Sonne um die Wette und ganz am Ende des Tages empfangen uns die Vogesen „drüben“ in Frankreich und der Schwarzwald mit einem farbigen Sonnenuntergang.

14.10.2017
465 km von Ortenberg nach Erfurt

15.10.2017
259 km von Erfurt nach Hause (Cunnersdorf)

Bei schönem Herbstwetter reisen wir durch Deutschland nach Hause. Hinter uns liegen 4.399 km, für die wir 75:42 h im Auto unterwegs waren. Das ergibt einen Schnitt von 57 kmh, Diesel haben wir ca. 470 Liter oder im Durchschnitt 10,7 l / 100 km verbraucht. Unterwegs waren wir 29 Tage.

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Richtung Nord-Osten

11.10.2017
222 km von Collioure nach Le-Grau-du-Roi

Nachdem wir nun bereits erste Kritiken für unsere Blog-Urlaubs-Berichterstattung einstecken mussten (zuuu lange Urlaub, zuuu schönes Wetter, zuuu blaues Meer) haben wir Konsequenzen gezogen ;-)!!!

Zunächst haben wir in Collioure die generelle Fahrtrichtung von Süd-Westen auf Nord-Osten geändert, sprich: der Anfang vom Urlaubsende ist da und auch wenn die 222 km an den Rand der Camargue nach Le-Grau-du-Roi noch nicht als Heimweg gelten geht es zumindest nicht mehr der Sonne hinterher. Außerdem haben wir an der Sache mit dem Wetter gearbeit, alles weitere zeigen die folgenden Bilder:

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Den Stellplatz in Le-Grau-du-Roi hatten wir in 2013 kennengelernt, aus „nostalgischen“ Gründen landen wir also heute wieder am Rande der Camargue und werden hier die letzten beiden Urlaubstage am Meer verbingen.

12.10.2017
0 km, wir bleiben in Le-Grau-du-Roi

Das Wetter ist wieder schöner, nach morgendlichem „grau“ strahlen ab 10 Uhr die Sonne und der blaue Himmel um die Wette und verschönern uns den letzten wirklichen Urlaubstag (die restlichen werden wir zum Fahren brauchen).

Stellplatz 30240 Le-Grau-du-Roi  Rue du Commandant Marceau (12 Euro)
43.5406 , 4.1335

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Sommerfrische

08.10.2017
15 km von St.-Pierre-sur-Mer nach Gruissan

Achja, der Hafen von Gruissan …

Ein wenig kommen wir uns gerade vor wie in der Sommerfrische – damit das Gefühl nicht überhand nimmt haben wir heute immerhin 15 km Richtung Süden zurückgelegt und sind in Gruissan angelangt, der Stellplatz am Hafen erschien uns für heute gut, da es ein wenig stürmt (bei ansonsten blauem Himmel und eben sommerlichen Temperaturen). Sollte der Wind nachlassen erwägen wir für morgen (oder übermorgen) immerhin (sic!) den Wechsel auf den anderen Platz am Orte (Gruissan-Plage). Ansonsten halt eben weiterhin … Sommerfrische.

Da es zum Stellplatz (aus Norden kommend sollte man die Umgehungsstraße nutzen) und zum Ort (Retorte, im alten Teil zwei Gassen mit Touristenshops, sonst Ferienwohnungsresidenzen…) nichts weiter zu schreiben gibt war es das auch schon ;-).

09.10.2017
Gruissan 0 km

Nachtrag zu gestern – am Nachmittag „wanderten“ (gesamt ca. 5 km) wir nach Gruissan-Plage, beobachteten Kite- und Windsurfer, schauten uns den Wohnmobilstellplatz an und besahen uns die Ortschaft, die durch die Surfer immerhin noch ein sehr belebtes Strandleben hat. Den Plan, mit dem Wohnmobil hierher zu wechseln,“ gaben wir aber auf.

Gestern wie heute war der Himmel zwar weiterhin blau, die Temperaturen von über 20°C waren aber kaum noch zu spüren, da ein teils heftiger Wind wehte. So bummelten wir heute noch einmal in den Ort und beschlossen an einem faulen Tag in der Sonne, morgen weiter zu fahren.

Stellplatz Aire de 4 Vents (9 Euro inkl. V+E)
43.1036 , 3.0991

10.10.2017
108 km von Gruissan nach Collioure

Der Wind flaute über Nacht völlig ab, und wir waren gegen jede Gewohnheit (Sommerfrische!) schon um 9 Uhr auf der Piste. Allerdings lag es auch daran, dass wir ohne Frühstück los mussten, es war nix mehr da.. ;-).

Am Ortsrand von Narbonne änderten wir den Zustand, nichts zu Essen zu haben, in einem Carefour gründlich und holten das Frühstück gleich am Ort nach. Im Übrigen ist direkt am Einkaufszentrum ein großer separater Parkplatz als Tagesparkplatz für Wohnmobile ausgeschildert (43.180328, 3.028264). Hier kann man also sein Womo abstellen, wenn man den Ort besichtigen will.  Wir wollten aber weiter, fuhren kurz für eine Abfahrt (und 60 Cent Maut) auf die Autobahn und dann über die D6009 (später D900, dann D914) immer schön neben der A9 weiter Richtung Süden. Das Wetter ist traumhaft, der Himmel blau, die Berge der Pyrenäen kommen ins Blickfeld. Vorbei an den bekannten Strandorten Leucate (und Leucate Plage) und Argeles-sur-Mer und auch an der wohl schönen Stadt Perpignan geht es immer weiter Richtung Spanien. Irgendwann begrüßt uns ein Schild in „Katalonien“, teilweise sind die Schilder nicht mehr (nur) französisch, auch der Baustil ändert sich. Schon lange sind wir in einer ganz anders geprägten Region als Provence, hier ist südliches Roussilion, hier ist „fast-Spanien“ und „ein-bißchen-Katalonien“.

Collioure – vom Womostellplatz aus gesehen

10 km, bevor wir die Grenze erreichen würden biegen wir dann doch ab und erreichen unser heutiges Ziel: Collioure. Das kleine Städtchen liegt malerisch an der Küste in den Ausläufern des Monts Albères in einer bzw. mehreren Buchten. Über dem Ort thront ein Fort, eine weitere wuchtige Befestigungsanlage „bewacht“ den Hafen, eine auffällige Kirche steht auf einer kleinen Landzunge … Dazwischen Badebuchten, Strandboulevards, kleine Bistros und viel Leben.

Henri Matisse und viele andere Künstler waren um 1905 hier, entwickleten einen neuen Mal-Stil (viel Farbe, obwohl damals noch die „geistreiche“ -schwarz-weiß- Zeichnung als das Maß der Dinge galt); und noch heute findet man überall Reproduktionen ihrer Bilder an Hauswänden angebracht. Besonders spannend – leere Bilderrahmen aus Metall zeigen an vielen Stellen genau den Blick, den der Maler vor Augen hatten, als bestimmte Bilder entstanden.

Nach einem schönen Tag wandern wir wieder hinauf zu unserem Stellplatz am „Neuen Friedhof“, nicht ganz ruhig gelegen, aber für eine Nacht und zum Übernachten nach (oder vor) dem „Stadt-Gucken“ völlig okay.

Stellplatz „P1“ Collioure (10 Euro)
42.5228 , 3.0665
(Achtung –  der in vielen Datenbanken noch angepriesene heute P2 genannte Platz ist nicht mehr für Womos zugelassen und zur Zeit auch komplett gesperrt)

 

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Versuchte Stadtbesichtigungen

07.10.2017
137 km von Saint Jean-de-Fos nach St.-Pierre-sur-Mer

Nachtrag zu gestern – die Schranke ging nach ruhiger und kalter Nacht (nur 11°C am Morgen) ohne jegliche Probleme auf, so dass der Stellplatz „kostenlos“ war.

Die Geschichte der beiden Stadtbesichtigungen in Lodève und Pezenas ist eigentlich ganz schnell erzählt: Urlaubstechnisch vergessen waren die Wochentage, heute also Samstag, und selbiger ist oft Markt-Tag. Und in kleinen Orten finden selbige recht häufig auf den Plätzen statt, die 6 1/2 Tage die Woche als Parkplätze, auch für Womos, herhalten könn(t)en ;-). Dass man in Lodève die Umleitung wegen des Marktes durch die Altstadt auf 3,5 Tonnen beschränkt, ist zwar nett, aber wenig hilfreich, wenn Straßen so zugeparkt werden, dass die Durchfahrtsbreite bei 2,45 m ist.. (unser Womo hat 2,30 m). Wir haben keine Kratzer, alle Spiegel sind noch dran, aber dennoch raten wir Wohnmobilfahrerern von Lodève (mindestens samstags) doch eher ab.

Auf weitere Experimente hatten wir keinen Bock, also fuhren wir ….. mal wieder ans Meer und zwar auf einen bekannten Stellplatz – am Etang bei St.-Pierre-sur-Mer. Der Ort ist mindestens genauso ausgestorben wie 2013 bei unserem letzten Besuch (hier der Eintrag dazu), der Womo-Stellplatz halb gefüllt, was aber bei seiner Größe nicht schlimm ist. Wir spazieren am Meer entlang, einmal durchs Örtchen und dann war es damit dann genug Action für den heutigen Tag!

St.-Pierre-sur-Mer
Stellplatz Wohnmobilstellplatz Etang de Pissevache (8 Euro inkl. V+E)
43.1903 , 3.1969

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Gorges de l’Hérault

06.10.2017
113 km von Saintes-Maries-de-la-Mer nach Saint Jean-de-Fos

Drei Nächte und etwas mehr als zwei volle Tage – dann bekommen wir beide fast zur selben Zeit „Hummeln“ und wollen weiter ;-)! Am Morgen stehn wir zeitig (!) gegen 07:15 Uhr auf, um den Sonnenaufgang am Meer zu sehen – und auch, um loszufahren, bevor der Kassierer den nächsten vollen Tag bezahlt haben möchte (er kommt irgendwann zw. 8 und 9).

Stadtmauer um Aigues-Mortes

Nach dem Sonnenaufgang geht es also los, wieder durch die Camargue vorbei an schwarzen Büffeln und rosa Pelikanen und natürlich auch an weißen Pferden in Richtung Westen. Wir wollen uns Aigues-Mortes ansehen. Die Zufahrt in den Ort war schwierig, die Straßen wiedermal eng, nebenbei laufen die Vorbereitungen für irgend ein Volksfest am Wochenende, Schausteller versperren die Straßen, Einheimische sind genervt (und können nicht Auto fahren ^^) und dann führt uns das Navi zum Stellplatz direkt in eine enge Straße, an deren Anfang ein „Womo-verboten“ Schild prangt. Zum Glück gibt es einen weiteren Parkplatz, der für Wohnmobile erlaubt ist. Häßlich und teuer, aber da er im 15-Minuten-Takt abgerechnet wird dennoch geeignet für eine Stadtbesichtigung. Diese lohnt dann schon, der Ort ist komplett mit einer 11 m hohen Mauer eingerahmt, innen alles rechtwinklig, nette Gassen, schön zum Schlendern. Eigentümlich ist, dass einige Straßenzüge und Plätze mit hohen, recht stabilen Metallzäunen abgetrennt sind (die Tore sind noch geöffnet), wir nehmen an, dass man hier Stiere durch den Ort treibt, zu welchem Volksfest oder Gaudi auch immer. (Bereits in Saintes-Maries-de-la-Mer waren uns neben der in Betrieb befindlichen Stierkampfarena Schilder an den Straßen aufgefallen, auf denen vor „Pferden und Stieren“ gewarnt wird, die auf den Straßen unterwegs sein können …..)

Blick von der Pont du Diable in die Gorges l’Hérault

Eine Stunde und zwei Euro später sind wir wieder auf der Piste, vorbei an Le Grau du Roi und Le Grande Motte und am Stadtrand von Montepellier entlang geht es über die kostenfreie Autobahn 750 nach Westen. St.-Guilhem-le-Désert ist unser Ziel, auch wenn wir wissen, dass der Ort mit dem Wohnmobil nicht zu erreichen ist und es auch keine Parkplätze gibt (alles auf 2-Meter Höhe beschränkt). Wir gondeln durch das Weingebiet „Hérault“ über kleinere Straßen nach Saint Jean-de-Fos und hindurch, vorbei an der Pont du Diable über den Fluß Hérault und dahinter auf den großen Parkplatz bzw. die Wohnmobilabteilung. Kosten soll er laut Stellplatzdatenbank 18 Euro, so steht es auch an der Schranke, allerdings gibt’s kein Ticket und der grinsende französische Hymer-Fahrer radebrecht, wir sollen nur hineinfahren, die Schranke ginge auch ohne Bezahlen beim Rausfahren wieder auf. Wir werden das morgen früh testen!

Am Nachmittag starten wir in das Tal hinein zu Fuß, entlang der Schlucht, leider auch entlang der Straße. Es läuft sich ob des relativ geringen Verkehrs und des teilweise neben der Straße angelegten Weges ganz angenehm, und so sind wir nach einer reichlichen Stunde in St.-Guilhem-le-Désert, einem bezaubernden Ort, der in ein Seitental hinein ansteigt. Mittelpunkt ist die Kirche eines ehemaligen Klosters mit einem sehr schönen Kreuzgang, direkt daeben liegt der belebte, kleine Dorfplatz mit einer imposanten Platane. Wir schlendern die Gasse (eigentlich gibt es nur eine) hinauf und später wieder hinunter. Die Touristen, die den Ort „unter sich begraben“ (so der Reiseführer) sind nur noch in sehr geringer Anzahl vorhanden, und so erleben wir den Ort zumindest nicht übervoll, auch wenn echtes Dorfleben hier neben all den Touri-Shops nur noch an ganz wenigen Stellen sichtbar ist.

Nach ca. 10 km zu Fuß landen wir wieder am Auto und vertilgen zum Weißwein eine lecker zubereitete Dorade.

Stellplatz Le Pont du Diable (0 Euro?, sonst max. 18 Euro)
43.7029 , 3.5637

 

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Arles und dann wieder ans Meer

03.10.2017
59 km von Fontvieille nach Saintes-Maries-de-la-Mer 4133 (59 km)

Auch in Arles, unserem ersten Ziel heute, waren wir schon einmal, allerdings damals nur zum Entsorgen. Heute stellen wir uns erst einmal im mittäglichen Stau an, finden dann gleich am Bahnhof einen kostenfreien Busparkplatz, der uns Wohnmobilisten das Parken weder expliziet verbietet oder gestattet. Wir schlendern durch die Stadt, schauen uns auch (von außen und nur, weil sie am Wegesrand liegen) die römischen Zeugnisse der Vergangenheit an – eine Arena, in der die in Frankreich übliche Version des Stierkampfes noch heute stattfindet und eine Theaterruine. Die Stadt ist an den meisten anderen Flecken eher untouristisch, die Gassen und Plätze voll mit Straßenbistros und anderen Einkehrmöglichkeiten, diese wiederum alle ebenso gut gefült mit Einheimischen.

Auch van Gogh war in Saintes-Maries-de-la-Mer

Nach 2 Stündchen „schlendern“ erreichen wir unser Wohnmobil, mittlerweile sehr gut aufgeheizt, so dass wir direkt weiterfahren, um mit etwas Fahrtwind zu kühlen. Wir fahren direkt in die Camargue, machen unterwegs kurz Mittag und rollen dann nach 25 km plattem Land mit weißen Pferden, Landwirtschaft, Brandrodungen und nicht ganz gut riechenden Etangs in den Ort Saintes-Maries-de-la-Mer. Der (alte) Ot selber existiert kaum (noch), seine Bedeutung hat er heute in der Bereistellung aller Einrichtungen, die Strandurlauber brauchen… ;-). Dennoch ist dieses „Flair“ zumindest gut gemacht, wie wir auf einem spätnachmittäglichem Spaziergang feststellen. Mehr zum Ort und zu den bekannten Wallfahrten der Sinti und Roma bei Wiki hier.

Vor der Ortsbesichtigung jedoch fahren wir durch den Ort hindurch, noch 2 km weiter Richtung Westen, um einen großen Stellplatz (Daten ganz unten) direkt am Meer anzufahren, schließlich wollen wir jetzt mal wieder ein paar Tage einfach nur in der Sonne sitzen und nichts tun. Der Preis ist mit 13 Euro (inkl. V+E, Strom nicht vorhanden) egal, weil die Plätze an der Küste hier weit und breit sich wohl auf diesen (Einheits-)Preis geeinigt haben. Dafür sind die Stellplätze engermaßen groß, die Anlagen in Ordnung – und – der Platz auch nicht mal knapp zur Hälfte gefüllt.  Vor und nach dem Ortsspaziergang tanken wir Sonne….

Impressionen vom Abendspaziergang

04. und 05.10.2017
0 km und weiter Sonne tanken 😉

… und wieder ein paar Sonnenuntergangs-Bilder, diesmal in orange und lila 😉 :

Am Meer bei Saintes-Maries-de-la-Mer am Abend

Am Meer bei Saintes-Maries-de-la-Mer am Abend

 

 

Wohnmobilstellplatz Saintes-Maries-de-la-Mer (13 Euro)
43.4492 , 4.4048

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Noch ein zweiter Anlauf – St. Remy

02.10.2017
68 km von Fontaine-de-Vaucluse nach Fontvieille

Nachdem der zweite Anlauf mit der Quelle in Fontaine-de-Vaucluse nun geklappt hatte „wagten“ wir heute einen weiteren zweiten Versuch. Im Oktober 2013 notierten wir zu St. Remy-de-Provence:

„Das Örtchen Remy, welches wir heute besuchten, besitzt genau zwei Fakten, die Beachtung verdienen – Nostradamus soll hier geboren worden sein und “der ohne Ohr”  hat wohl ein Jahr in der Irrenanstalt des Ortes verbracht (nach der Sache mit dem Ohr). Ansonsten ein paar nette Gassen, Touristenläden und eine Kirche. So beschlossen wir schnell, den Nachmittag in der Sonne sitzend zu verbringen und fuhren dafür zu einer weiteren Adresse aus “France Passion”“ (hier der Link zu unserem damaligen Eintrag).

Da die Beschreibungen des Ortes in den Reiseführern aber anders klangen machten wir uns erneut auf den Weg dorthin. Wir hatten am Ortsausgang einen Parkplatz (viele davon gibt es nicht im Orte) ausgemacht, der zwar ein wenig Fußmarsch in den Ort bedeutet, dafür aber nur geringe Parkgebühren aufweist. Also ging es wieder durch die Landschaft der Provence, meist auf (meist auch engen) Platanen-Alleen nach St. Remy. Der Ort wirkte im Durchfahren viel freundlicher auf uns, am anderen Ende erreichten wir auch schnell den Parkplatz (irgendeine Ausgrabungsstätte ist hier), fanden den hinteren, großen Teil (fast leer) und suchten uns ein chices Plätzchen. Schnell stand das Womo auf Keilen zum Höhenausgleich, Chris begann Mittag zu kochen. Auf der Hunderunde wollte ich „nebenbei“ ein Parkticket ziehen …. 5 Minuten später waren wir wieder unterwegs – 5 Euro pro Stunde, was bei Zahlungspflicht von 9 – 19 Uhr schlappe 50 Euro pro Tag gemacht hätte waren wir dann doch nicht bereit, für diesen Staubplatz zu zahlen. (Sollte jemandem die Kohle lockerer sitzen ;-), hier die anzusteuernden Koordinaten: 43.7756, 4.8301.)

Weiter rollten wir in Richtung Süden nach Les Baux-de-Provence, hierher hatte uns Laurent gelotst. In den Carrières de Lumières werden wohl sehr sehenswerte Shows gezeigt – leider hatten das wohl auch schon andere Touristen und Franzosen gehört, und so war schon meilenweit vorm Ort kein vernünftiger Parkplatz zu bekommen. (Ganz abzusehen davon, dass uns eine Stellplatz-Datenbank versprochen hatten, man könne auf dem Parkplatz direkt am Ort des Geschehens sogar übernachten). Mehr zu lesen ist hier, wir fuhren also mal wieder weiter. (Zum Glück wissen wir mittlerweile, dass Ansammlungen von vielen Menschen und das an diese Orte Fahren per Wohnmobil sich oftmals ausschließen ;-)).

Am Ende des Tages strandeten wir (nein, noch nicht am Meer) in Fontvieille auf dem Stellplatz der Kommune (6,50 Euro, V+E, kein Strom). Großer Platz, staubig, aber realtiv ruhig und oft von Dickschiffen mit Anhänger angesteuert, weil recht großzügig. (Uns gegenüber Pace Arrow Vision von Fleetwood RV, gebaut in Ami-land, um die 10 m, 2 Slide-Outs, hier noch mit Anhänger für einen Mittelklasse-PKW …. chic sind die Teile schon ^^). Hier mal zwei ähnliche Bilder:

 

Fontvieille Stellplatz Aire de Camping- Car 6,50 Euro
43.719550, 4.712109

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Kreuz und quer durch die Provence

30.09.2017
96 km von Aix-en-Provence nach Châteauneuf-du-Pape

Am Mittag verlassen wir den Campingplatz in Aix und fahren die D7n nach Nordwesten. Wir rollen ohne Stop (den gab es 2013 schon) durch Avignon direkt ins Weingebiet um Châteauneuf-du-Pape. Wir finden einen wunderschönen Stellplatz, nicht ohne vorher auf engsten Wegen mal wieder Reisebussen zu begegenen – was mir weitere Übung im Rückwärtsfahren bringt ;-). Der Ort ist sehr klein, den Besuch verschieben wir auf den nächsten Morgen.

Sonntag
Auf einer kleinen Runde durch die Weinberge, immer mit Sicht auf die Rhône, stellen wir fest, dass hier wohl kaum eine „grüne Lese“ stattgefunden hat – offensichtlich darf zumindest in einigen Weingärten an Blattmasse und Trauben wachsen, was wächst. Der Name Châteauneuf-du-Pape steht ja auch nicht nur für hochklassige Weine, sondern auch für viel sehr preiswerten Supermarktwein. Wir schlendern danach durch den Ort, der stellenweise recht nett anzuschauen ist und auch belebt (die Einheimischen waren wohl alle grad in der Kirche, die Touristen bevölkern die Weinläden). Bei einer obligatorischen Verkostung bekommen wir die Unterschiede zwischen den diversen Bezeichnungen erklärt (Châteauneuf-du-Pape, Côte du Rhône, Vacluse) und erfahren, dass der Bag-in-Box-Wein zwar den Namen des Gutes trägt, darin aber „Vin de France“ sei und der könne ja überall herkommen .. ;-). Die Weine sind gut, zwei Flaschen Côte-du-Rhône wechseln in unseren Besitz und wir beenden dann auch die Ortsbesichtigung.

Stellplatz kostenfrei (wir müssen ja nicht jeden verraten ;-))

01.10.2017
51 km von Châteauneuf-du-Pape nach Fontaine-de-Vaucluse

Am Mittag steht die Frage, ob wir noch einen Tag bleiben oder weiterfahren – die Antwort heißt: weiter kreuz und quer durch die Provence!

Zurück bis Avignon rollen wir auf breiten Straßen, dann geht es am Rande des Plateau de Vaucluse wieder auf kleineren Straßen voran. In Fontaine-de-Vaucluse waren wir 2013 schon einmal (auf der Tour nach Gordes und Roussillion, hier der Link zum damaligen Beitrag). Nun mag es der Tatsache geschuldet sein, dass wir damals noch fast Womo-Neulinge waren, in der Erinnerung war ich recht genervt vom Ort. Kurz – breiter sind die Straßen auch heute nicht, weniger die Touristen (erst recht am Sonntag) auch nicht, aber heute sehe ich’s gelassener und somit durchfuhren wir den Ort halt im langsamen Schritt-Tempo und kurvten auf den mit knapp 11 Euro soo teuer nicht bezahlten Stellplatz. Schön ist er nicht, aber eben auch alternativlos, weil – eine Schlucht bietet nun mal rechts und links nicht so viel Platz – und spätestens ab 18 Uhr ist es auch direkt an der Straße fast schon still und man hört den Fluss rauschen. (https://campingcarpark.com/en/shop/parking-areas/fontaine-de-vaucluse/)

Am Nachmitag gönnen wir uns dann zwischen vielen Menschen den Besuch der Quelle des Flusses Sorgue, bzw. dessen, was man davon sieht. Die eigentliche Quelle ist ca. 300 m tief, in Spitzenzeiten sollen hier 200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ausströmen, was aber wohl nur im Frühjahr so ist, im Rest des Jahres sind’s wohl weniger als 10 Kubikmeter, immernoch pro Sekunde – nur sieht man halt da nicht viel davon. Imposant ist der kleine See fast innerhalb des Felsens schon, sehr blau, zu anderen Zeiten wohl auch andersfarbig. Der Fluß hingegen ist extrem grün in der Sonne….

10,80 Euro + 4 Euro Chipkarte
Route de Cavaillon, 84800 Fontaine-de-Vaucluse
43.9203, 5.124

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Aix-en-Provence

29.09.2017
143 km von Ramatuelle nach Aix-en-Provence

Genug am Meer gefaulenzt, nach drei Tagen zieht es uns weiter. Nach drei Tagen dauert das „Fahr-fertig-machen“ samt V+E immer etwas länger, und am späten Vormittag starten wir. Vorbei an St. Tropez wieder zurück bis Ste-Maxime, von dort über die D25 in Richtung Landesinneres und dann parallel zur Autobahn 8 auf der DN7 Richtung Westen. Sehenswert auf der Fahrt (neben der immer wieder schönen provenzialischen Landschaft) ist vor allem der Kalkgebirgszug „Montagne Ste-Victoire“, der relativ allein mitten in der Landschaft auftaucht. Immer wieder gemalt von Cezanne, und auch Picasso hatte dort ein kleines Schloss gekauft und ist im Park begraben. Wir wollen aber heute keine Landschaft angucken, sondern Stadt, und so steuern wir direkt den Campingplatz „Chantecler“ an. In Aix-en-Provence scheint es keinerlei Stellpltze zu geben, nur die Auswahl zwischen zwei Campings, und da beide ca. gleichweit vom Stadtzentrum entfernt sind losen wir halt diesen aus ;-).

Am Abend laufen wir dann ins Stadtzentrum, auf dem Hinweg durch ausgedehnte Parkanlagen, die massiv zum Sporttreiben genutzt werden (Aix hat bei 150.000 Einwohnern ca. 35.000 Studenten, die offensichtlich viel Bewegung brauchen ^^). Der Rückweg später geht an der Straße entlang, beide Wege unterscheiden sich zumindest zeittechnisch aber nicht (halbe Stunde bei zügigem Gehen). Für Faule gäbe es aber auch einen Stadtbus….

Im Müller-Reiseführer Südfrankreich (wir bekommen wie immer *keine* Provision für den Link, sondern empfehlen ihn wirklich aus bestem Gewissen) steht zur Stadt, dass bei einer Umfrage Aix-en-Provence von der Mehrheit der Franzosen als die Stadt genannt wird, in der man am liebsten leben wolle. Nun haben wir mit einem Freitagabend auch noch günstige Voraussetzungen, denn die Stadt lebt an allen Ecken und Enden, auf den Plätzen und Gassen – und so haben wir wenig Gründe, der Umfrage zu widersprechen: Aix-en-Provence ist wirklich eine sehr angenehme Stadt mit Wohlfühlklima!

Wir schlendern über den Hauptboulevard Cours Mirabeau, durch die angrenzenden Gassen, zur Kathedrale und stellen fest, dass wohl nicht nur alle 35 Tausend Studenten unterwegs sind, sondern offensichtlich alle Einwohner. Dennoch ist kein hektisches Gedränge, sondern angenehme Atmosphäre und so ärgern wir uns im Nachhinein nicht über den teuren Stell- bzw. Campingplatz, sondern sind froh, da gewesen zu sein.

Aix-en-Provence 20110930 16

Aix-en-Provence am Abend (Bild unter Wiki-Lizenz)

Camping Chantecler (29 Euro inkl. Strom)
13100 Aix-en-Provence
Avenue du Val St.Andre 41
43.5156 , 5.4743

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Côte d’Azur

28.09.2017
Ramatulle ( 0 km)

Noch einige Bilder von gestern Abend (ca. 200 m von unserem Stellplatz entfernt). Und weil es so schön ist bleiben wir noch einenen weiteren Tag …

Nach bzw. auf dieser Abendrunde, auf der diese Bilder entstanden waren, hatten wir beschlossen, noch einen weiteren Tag zu bleiben. Auch, weil wir den Weg über die Felsen am Meer entlang noch einmal und etwas weiter gehen wollten. Und nach einem recht faulen, warmen Tag in der Sonne machten wir uns dann am Abend auch auf: zum Strand und dann nach Süden, auf einem markierten, teilweise ausgebauten, teilweise pfadartigen Weg immer weiter von Bucht zu Bucht. Unterwegs trafen wir einen netten Schweizer, der uns etwas zum weiteren Weg erzählte. So liefen wir immer weiter bis zur Wegweisersäule Nummer 24, von dort dann zum Leuchtturm hinauf. Der Rückweg durchs Hinterland war dann weiter als erwartet und zog sich vorbei an einem 4-Sterme-Campingplatz und einer Ferienanlage durch Weinfelder ganz schön in die Länge. Hier noch einige Eindrücke der Abendrunde:

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An die und an der Côte d’Azur

25.09.2017
153 km von Castellane nach St. Topez

Nachtrag vom Abend zuvor: Nachdem Sonne und Wärme sich ein wenig verzogen hatten bestiegen wir noch den Kalksteinfelsen am Ort mit der Kapelle Notre-Dame-du-Roc, 184 m bergauf. Neben der Kapelle selber gibt es oben tolle Ausblicke in die Schlucht des Verdon, aber auch schon auf die letzten Berge vor der Côte d’Azur.

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Am nächsten Morgen ging es dann weiter in Richtung Süden, wieder auf der Route Napoléon (N85, hier D6085 bzw. später D6185). Diesen Weg wählte Napoléon, allerdings in entgegengesetzter Richtung, als er aus der ersten Verbannung von Elba kommend wieder ins Land einzog, um erneut die Macht zu ergreifen (mehr dazu im Wiki-Artikel hier). Die Straße führte wie so oft in den letzten Tagen in enorm vielen Kurven und auf Höhen bis zu 1.200 m immer in Richtung Südosten. Durch Grasse (die Parfüm-Stadt) fädelten wir uns mal wieder durch engste Gassen, dann wurden die Berge zusehends niedriger und die Straße breiter ;-). Durch Le Cannet mit dem ersten Blick aufs Mittelmeer erreichten wir Cannes. Da wir es wie immer nicht lassen können gehts per Wohnmobil auf Stadtbesichtigung (oder auch Stadtdurchfahrt, was hier aber das selbe war). Immer geradezu bis ans Meer und dann direkt am berühmten Casino über den Strandboulevard am Meer entlang. Halten ist (zumindest legal) nicht möglich, hier wie am „Rest“ der Côte d’Azur begleiten uns die freundlichen Schilder mit dem „Strengen Parkverbot für Wohnmobile“. Da wir aber weder ins Casino wollten noch in eines der Luxushotels (mehr als die Hälfte der gesamten Hotels dieser Kategorie an der Rivera vereinen sich in Cannes) erfreuten wir uns bei schönstem Wetter am Blick auf das Meer, auf die eine oder andere Jacht da draußen.

Direkt zwischen dem Massif de l’Esterel und dem Meer windet sich die D559 entlang, die roten Felsen lassen das Meer noch blauer erscheinen und hier wird deutlich, woher dieser Küstenabschnitt seinen Namen hat. In Frejus bunkern wir Lebensmittel und Diesel, dann geht es die D559 weiter bis St. Tropez. Die Stadt selber hat nur 5.000 Einwohner, in der Hochsaison aber 100.000 Besucher täglich – auch jetzt Mitte September ist es noch „gut voll“, das einzige Problem: die Straßen sind nur für die Einwohnerzahl ausgelegt … ;-). Also wieder mal durch Gassen schlängeln, später durch ebenso enge Sträßchen, die die Strände erschließen. Zum Schluss eine Brücke mit ca. 2,70 m Breite (gefühlt ist sie 2,35 m breit – unser Womo hat 2,30 m), und wir erreichen einen privaten Stellplatz, der fast gefüllt ist, finden ein vorletztes Plätzchen (nach dem nächsten Neuankömmling wird „geschlossen“) und zahlen stolze 16 Euro für ein Stückchen Kies. Das es an der „Blauen Küste“ aber eng wird mit Plätzen (im Wortsinn wie von der Anzahl her) war uns vorweg schon klar….. (Und dass nach dem Aufstellen des Geschlossen-Schildes ein weiterer franz. Caravan Platz findet ist hier fast logisch^^).

Stellplatz 16,00 Euro (12 Euro + 4 Euro Strom obligatorisch)
83990 St. Tropez, Chemin de la Moutte
43.2646 , 6.6719

26.09.2017
25 km von St. Tropez nach Ramatulle

Kaum der Erwähnung wert, weil wir nur den Stellplatz wechseln. Etwas näher am Meer, etwas preiswerter. Bereits vor dem Mittag sind wir da und machen, was man im Urlaub so macht: Blog schreiben, lesen, am Strand rumlungern …..

Wetternotiz: Gestern sommerlich, warm, Sonnenschein. Nachts Regen. Heute recht warm, aber größtenteils bedeckt. Ohne Wolken wäre es wohl heiß …

Stellplatz 9 Euro
83350 Ramatuelle, Route de Bonne Terasse
43.2114 , 6.6625

27.09.2017
Ramatulle

Einzige Änderung zu gestern: Der Himmel ist mehr oder weniger durchgehend blau und das Wetter ist noch etwas sommerlicher als gestern.

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Gorges du Verdon

24.09.2017
92 km von St.-Croix-de-Verdon nach Castellane

Der Lac-de Ste-Croix am Morgen in Wolken

Relativ zeitiger Start am Sonntagmorgen, der See liegt teilweise in Wolken, darüber geht die Sonne auf und verspricht einen schönen Tag!

Zuerst entfernen wir uns vom Lac-de Ste-Croix und fahren über Riez und Moustiers-Ste-Marie einen Bogen nach Norden um den See herum. Am Ostufer überqueren wir auf einer Brücke den Verdon und damit den Anfang der Gorges du Verdon.

Die Schlucht kann am Nordrand befahren werden oder auf der sogenannten Südroute, für die wir uns entscheiden. Wir schlängeln uns auf engen Straßen hinauf bis Aiguines und bis auf über 1.200 m, bevor wir den „Rand“ des Canyons erreichen. Laut Reiseführer ist er mit dem gleichnamigen „Grand …“ durchaus vergleichbar, nur mit deutlich mehr Vegetation.

Zu beschreiben ist die Route mal wieder kaum, ein traumhafter Anblick jagt den nächsten. Nicht nur die Blicke nach unten, auch die Berge faszinieren. Nebenbei ist das Fahren mal wieder ein wenig „Arbeit“, die Straße ist stellenweise schmal, hart an die Felsen gerückt – und nebenbei muss man auf wilde Motorradfahrer in beiden Richtungen achten. Der „Höhepunkt“ fahrtechnisch: auf einer Strecke, die für größere Wohnmobile „anspruchsvoll“ sein dürfte kommt uns mitten in einer engen Kurve ein Reisebus entgegen. Zum Glück hat er auch noch einen Anhänger dabei, so dass es einiges Rückwärtsfahren braucht, bevor wir den Bus an uns vorbeigelotst haben ;-).

Die Bilder anbei geben einen kleinen Einblick, mehr nicht.Und – wieder haben wir ein Ziel nicht „abgehakt“, sondern auf die Liste „noch einmal“ aufgenommen. Es gibt eine 5 – 8 – Stunden – Wanderung durch das Tal, und auch mit den Boot wäre es befahrbar …..

In Trigance, einem verschlafenem Bergdorf machen wir Mittagspause, um dann in Castellane keinen der vielen Zeltplätze anzufahren, sondern den Wohnmobilstellplatz am Fluß.

Wetter: früh ein wenig wolkig, im Tagesverlauf blauer Himmel, Sonne. Am Nachmittag auf dem Stellplatz in Castellane zu warm zum in der Sonne sitzen …. 😉

Stellplatz 6,50 Euro (max. 48 h)
Ancienne Route de Grasse, 04120 Castellane, Frankreich
43.8461, 6.515

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Am Lac de Ste-Croix

22.09.2017
55 km von Digne-les-Bains nach St.-Croix-de-Verdon

23.09.2017
St.-Croix-de-Verdon (0 km)

Am Morgen laufen wir in zunehmender Wärme nach Digne hinein und schlendern einmal durch die (nicht sonderlich sehenswerte, da teilweise recht verfallen wirkenden) Stadt. Zurück zum Womo, Abfahrt zum Supermarkt, danach geht es durch endlose Lavendelfelder und bergauf und bergab in Richtung Nationalpark Verdon. Vorbei an Riez erreichen wir den Lac de Ste-Croix und den Ort St.-Croix-de-Verdon. Der See ist einer von vielen Staudämmen, um den Verdon zu „zähmen“, gleichzeitig wohl auch der Energiegewinnung dienend. Der Stellplatz liegt einige Meter hoch über dem See mit schöner Aussicht, das  Wetter ist nett und so bleiben wir auch den Samstag noch hier, trinken leicht alkoholartige Getränke (zur Feier eines kleinen, ganz privaten Jubileums) in der Sonne oder im Schatten und laufen auch ein paar Meter See hin und her.

Stellplatz 8 Euro
Route du Bord du Lac, 04500 Sainte-Croix-du-Verdon
43.760776, 6.150910

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In Richtung Provence

21.09.2017
111 km von St. Jean St. Nicolas nach Digne-les-Baines

Allein auf dem Stellplatz am Morgen

In der Nähe des Stellplatzes St. Jean St. Nicolas mit Blick in die Berge der französischen Alpen

Der kalte Morgen nach einer klaren Nacht verspricht einen schönen Tag – und der wird es dann auch. Nachdem die Sonne gegen 10 endlich über die Berge ins Tal zu uns scheint wird es schnell warm und wir verbringen den größeren Teil des Tages mit … in der Sonne sitzen … auf die Berge schauen … und ähnlichen angenehmen Dingen. Am Nachmittag starten wir dann von diesem sehr angenehmen Platz und rollen zunächst in Richtung Gap, durch Sisteron und dann nach Digne-les-Bains.

Ob man es sieht, weil so oft geschrieben wird, dass es so ist, oder ob es so oft geschrieben wird, dass es so ist, weil es so ist – keine Ahnung: zwischen Gap und Sisteron, spätestens jedoch nach letzterem verändert sich das Licht und die Provence fängt ganz offensichtlich an…  Wir verlassen die Alpen, die Berge werden niedriger; und wir haben auch noch das Glück, mit dem späten Nachmittag die ideale Uhrzeit zu haben: das Licht wird weicher, die Landschaft wird fröhlicher  …

Keine fotographische Meisterleistung, aber ein Blick auf die Berge der Provence im abendlichen Licht (jaja, den Laternenmast müsste man auch noch rausretouschieren)

Sisteron ist wahrlich ein imposanter Einstieg in die Provence – der Fluss „Drac“ hat hier eine heftige Kerbe in die Berge geschlagen, links fallen diese dramatisch ins Flusstal ab, rechts „oben“ steht eine alte Burg, und Ort und Durchfahrt schlängeln sich sehenswert mitten hindurch.

Aus einiger Entfernung sehen wir dann im Vorbeifahren die „Les Pénitents de Mées“, eine auffällige Felsformation. Der Sage nach wurde hier ein Gruppe von Mönchen samt ihren Kutten zu Stein verwandelt, weil sie sehr gierig einigen leicht bekleideten jungen Frauen hinterher geschaut haben. Nunja ;-). Kurz danach erreichen wir Digne-les-Bains, parken auf einem Platz kostenfrei etwas außerhalb des Ortes. Den Abendspaziergang schon fast im Dunkeln können wir noch in angenehmer Wärme und T-Shirts absolvieren…

Spät am Abend auf der letzten Runde mit dem Hund um das Wohnmobil kommt dann ein weiteres Element „Provence“ hinzu: ein nicht zu beschriebender Geruch nach… allem möglichen, zu vergleichen mit nichts anderem, außer den ebenso typischen Gerüchen in der Macchia Sardiniens zum Beispiel …

Parkplatz kostenfrei, Digne-les-Bains, 44.0777 , 6.2087

 

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Durch die französischen Alpen

20.09.2017
195 km von Aix-les-Bains nach Saint Jean Saint Nicolas (Pont du Fossé)

Der Lac du Bourget und die Berge rundherum in Wolken

Am Morgen hängen die Berge noch komplett in den Wolken, so verabschieden wir uns in Richtung Süden. Die ursprüngliche geplante Tour unterhalb von L’Alp-d’Huez und Col du Galibier (TdF-Fans kennen die Namen) lassen wir ausfallen, später sehen wir, dass die Straße sowieso gesperrt ist. Zunächst aber wollen wir uns Chambéry ansehen, aber hier ist der einzig passende Parkplatz in der Stadt komplett zugeparkt. Es geht also weiter Richtung Grenoble und daran vorbei, rechts das Massif de la Chartreuse (Gruß an Laurent), links ebenfalls dauerhaft 2.000er im Blick. Gegen Mittag wird der Himmel überwiegend blau, und wir sehen die Berge auch bis ganz oben – und ganz oben auch schon weiß.

Auf der Autobahn vor Grenoble

Im Corniche du Drac

Hinter Grenoble verlassen wir die Autobahn und auch die großen Straßen, wir fahren das Corniche du Drac. Die D529 / D116 schlängelt sich hoch über oder direkt am hier gestauten Drac entlang. Zum Glück treffen wir kaum Autos, die Straße ist an etlichen Stellen kaum breiter als unser Wohnmobil und nebenbei noch extrem kurvig. Wer sie fahren mag sollte zumindest in der Lage sein, sein Wohnmobil auch mal 200 oder 300 m durch kurviges, enges und bergiges Terrain zurück zu setzen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.

Weiter gehts entlang des „Parc national des Écrims“ die N85, genannt „Route Napoleon“, Richtung Süden. Mittlerweile im strahlenden Sonnenschein immer auf 800 – 1200 m Höhe kurven wir von einer Bergansicht zur nächsten, biegen dann irgendwann links ab und landen in Saint Jean Saint Nicolas (Pont du Fossé). Auf dem fast leeren Stellplatz trinken wir den ersten Spritzz im Freien ohne dabei zu erfrieren ;-).

Aire Camping Car Park de St. Jean St. Nicolas
10,20 Euro + 4 Euro Chipkarte www.campingcarpark.com
44.667405, 6.235196
(durch den Ort hindurch, ca. 500 m weiter rechts ab, hier steht ein Hinweisschild).

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In die französischen Alpen

Nach langer Zeit geht es endlich wieder einmal in den Urlaub über die Landesgrenzen hinaus. Nach dem Stress mit dem letzten Wohnmobil und nach dem ganzen Baugeschehen ist ERHOLUNGSurlaub angesagt. Was eignet sich dafür besser als „Savoir vivre“ im Mutterland des Genusses? Also auf nach .. Frankreich!

16.09.2017
255 km von Cunnersdorf bis Erfurt
Später Tourstart um 17 Uhr, große Kilometerleistungen werden wir uns und dem Wohnmobil heute nicht abverlangen, also geht es bis Erfurt, meine Eltern besuchen.

17.09.2017
462 km von Erfurt bis Ortenberg
Schweinfurt, Würzburg, Heilbronn, Karlsruhe heißen die Stationen eines reinen Fahrtages in Richtung Süden. Bei Offenburg ist Schluss, wir finde in Ortenberg am Dorfplatz einen ruhigen Platz für die Nacht, ganz nahe den Weinbergen der Ortenau und fast unterhalb des Schlosses Ortenburg.

Wohnmobilstellplatz (ohne V+E, ohne alles, kostenfrei)
Hauptstraße 57, 77799 Ortenberg
48.449884, 7.970717

18.09.2017
392 km von Ortenberg nach Bourg-en-Bresse (F)
Später Start und Einkäufe bedingen, dass der Fahrtag erst Mittag so richtig los geht. Vorbei an Freiburg im Breisgau geht es bei Mühlhausen / Mulhouse über die Grenze und auf der teilweise mautpflichtigen Autobahn bis Besançon. Von dort „trödeln“ wir die N1083 über Lons bis Bourg-en-Bresse. Die Landschaft erinnert an Österreich, braun-weiße Kühe, Weidelandschaft, Bergdörfer – wenn auch alles auf max. 400 Metern Höhe.
Ein kostenfreier Stellplatz findet sich in Bourg direkt vorm (mittlerweile geschlossenen) Camping Muncipale. Offensichtlich ein recht bekannter Platz, denn es finden sich ca. 15 Wohnmobile zur Nacht ein, von chic bis alternativ. Die kurze Stadtbesichtigungsrunde endet mit einem kräftigen „Naja“.

Frankreich, 01000 Bourg-en-Bresse
Allée des Nénuphars
46.2093 , 5.2416

Am Ufer des Lac du Bourget in Aix-les-Bains

19.09.2017
146 km von Bourg-en-Brasse nach Aix-les-Bains
Am Tourverlauf ist nun schon erkennbar, dass wir (wie so oft unterwegs) die Route geändert haben. Das Elsass ist erst mal verschoben (also die Reise dorthin, nicht das Elsass selber), vielleicht ans Ende der Tour (Flammkuchen wollen wir schon im Original probieren ;-)).
Wir ändern die Richtung von Süden auf Osten und fahren zunächst Richtung Turin und Mailand, oder auch Richtung Genf. Bevor wir aber Schweizer Schokolade essen „müssen“ schwenken wir wieder Richtung Süden. „Venedig der Alpen“ klingt interessant, und so steueren wir die so genannte Stadt Annecy an. Leider ist auf dem einzig wohnmobil-tauglichem Innenstadt-Parkplatz heute .. Markttag. Sprich: alles belegt. Voll. Kein anderer Parkplatz ist in Sicht, so geht es eben weiter. Da wir nun offensichtlich die französischen Alpen oder zumindest deren Vorland erreicht haben wissen wir, dass es eben manchmal „eng“ wird mit dem Paken.
Weiter geht es auf der Landstraße Richtung Lac du Bourget, hier liegt Aix-les-Bains am Seeufer. Nach ein paar Umwegen finden wir den Camping Alp´Aix, einen von www.campingcarpark.com betriebenen Platz. Rechnet man die Chipkarte (4 Euro, aber auch auf vielen anderen Plätzen verwendbar) ein ist er mit 17 Euro nicht ganz billig, liegt dafür aber sehr schön nur einige Meter vom Seeufer entfernt und ziemlich ruhig. Da wir mal wieder aus der falschen Richtung anfahren bekomme ich die Kurve in die Einfahrt nicht, die Schranke war schon auf und geht wieder zu. Beim zweiten Versuch möchte das System, dass wir erst mal wieder rausfahren… ;-). Zwei nette Franzosen helfen uns, ein Anruf und 30 Sekunden später öffnet sich die Schranke…
Wir laufen dann zunächst ein Stück am See entlang, dann in die Altstadt (ca. 30 Minuten) und schauen uns den Glanz vergangener Kur-Bad-Tage an. Ein wirklich schönes (oder auch schön verkitschtes) Casino, ein Grand Hotel und weitere Prachtbauten sind heute teilweise umfunktioniert. Dennoch macht die Stadt einen belebten und angenehmen Eindruck.
Auf dem Rückweg dürfen wir erleben, dass Gebirge und See fast exemplarisch für Wetterumschwünge sind, ein Gewitter zieht fast schwarz überm See auf…. und zum Glück knapp an uns vorbei.

Achja: Wetter. Haben wir auch. Nachts unter 10°C und tagsüber immerhin darüber. Auch Regen.
Also noch nicht soooo schön. Aber wir reisen ja in Richtung Süden, auch wenn der Wetterbericht – wie zu Hause auch – den Beginn des schöneren Wetters jeden Tag um ca. einen Tag nach hnten verschiebt.

Stellplatz in Aix-les-Bains
Camping Alp´Aix
13 Euro + 4 Euro Chipkarte www.campingcarpark.com
45.6966 , 5.8889

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Wandern im Sommer ….

Das Wandern kommt zur Zeit etwas zu kurz. Zum einen fehlte bis Anfang Juli die Übernachtungsbasis (Wohnmobil), zum anderen „frisst“ der Bau natürlich einiges an Zeit. Und noch viel kürzer kommt gerade das Blogschreiben… Deshalb mal wieder eine Zusammenfassung in Kürze.

11. Juni 2017
Wir fahren zeitig zum Parkplatz unterhalb des Gamrig zwischen Waltersdorf und Kurort Rathen. Zunächst geht es auf den Gamrig hinauf, um dort mit weitem Ausblick zu frühstücken. Weiter führt uns die Tour durch das Polenzztal zum Hockstein, den Knotenweg bis zum Amselsee und die Schwedenlöcher hinauf. Durch Reingrund, Kohlgrund und dann Höllengrund führt uns eine Schleife (im Schatten, es war warm!) zum Steinernen Tisch. Hier wieder gern der Link www.steinerner-tisch.info – und gern haben wir auch diesmal wieder ein wenig Radler für den Wiederaufbau getrunken. Über die Bastei geht es hinab und über Rathen zurück zum Auto. 19,2 km – 4:00 h – 635 Höhenmeter

18.06.2017

Kipphornaussicht

Wieder geht’s zeitig los, diesmal bis zum Parkplatz in Schmilka. Durch den Ort, dann rechts den Erlsgrund hinauf und ein Stück die Winterbergstraße entlang erreichen wir die Kipphornaussicht. Zunächst genießen wir die Panoramaaussicht, dann unser Frühstück.

Weiter geht es den Müllerwiesenweg und dann auf den Roßsteig bis zur Goldsteinaussicht und der zweiten Pause. Direkt nach dem Goldstein biegen wir rechts ab auf den

Goldsteinaussicht

Goldsteig (und der heißt wirklich nicht Goldsteinsteig ;-)). Wunderschön geht es hier in Richtung Richterschlüchte … Direkt an der Stelle, an der wir überlegen, ob wir diese hinunter gehen und einen kleinen Umweg übers Zeughaus machen sollen komme ich auf die blöde Idee, mich selber überholen zu wollen … Es geht mittelprächig glimpflich aus, aber das Tagesziel heißt nun nur noch bis zum Auto zurück humpeln. Nicht ganz einfach, aber es ging (3 km Richterschlüchte hoch kraxeln und dann gefühlt endlos die Winterbergstraße runter bis Schmilka).
21,4 km – 4:29 h – 700 Höhenmeter

09. Juli 2017

Erste Wander-Tour mit dem „Neuen“ (Wohnmobil) in die Sächsische Schweiz, wir parken und übernachten auf dem Basteiparkplatz. Freitag eine kleine Runde über die Bastei und den Steinernen Tisch zum Aufwärmen – und testen, ob meine Knochen wieder „wollen“. Das tun sie, und so gehts am Samstag auf bekannten Wegen einmal rund um die Bastei rum – die Schwedenlöcher runter zur Waltersdorfer Mühle (gegen 10 Uhr am „Morgen“ noch nicht geöffnet ^^), nach Rathen und Wehlen und mal wieder durch den Uttewalder Grund und zurück. Morgens überlegten wir noch, ob wir im Regen (der ließ schnell nach) überhaupt losgehen, spätestens ab Rathen war es eigentlich zu warm zum Wandern. Trotzdem 20,5 km – 5:00 h – 430 Höhenmeter.

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Wanderungen im Mai – Elbsandsteingebirge

Das Baugeschehen hält uns in Atem, trotzdem hat es für einige kleine und mittlere Wanderungen gereicht, die ich hier zumindest in Kurzform dokumentiere.

01. Mai 2017 „Altes Bad Cunnersdorf“ (von Ingo Geier – www.wandern-saechsische-schweiz.de)
In Cunnersdorf zur Schmiede, an der alten Schule vorbei und direkt dahinter recht den Pfad den Berg hinauf. Den richtigen Abzweig haben wir wohl verpasst (und damit eigentlich Sinn und Zweck der Wanderung *g*), trotzdem geht es schön hinter dem Wald entlang, vor dem wir eigentlich mit Blick auf Cunnersdorf sein wollten. Dafür haben wir feine Blicke auf den Gohrisch (Stein) und den Papststein.  (6 km)

02. Mai 2017 „Kleines Labyrinth“ (von Ingo Geier – www.wandern-saechsische-schweiz.de)
Mit dem Auto ging es bis Leupoldishain, direkt am Bergarbeiterdenkmal ist ein kleiner Parkplatz (kostenfrei). Von dort ein Stück nach Westen und dann nach links in den Wald findet man das sog. kleine Labyrinth. Prompt verlaufen wir uns (nicht drin, aber beim Versuch, den beschriebenen Weg zu sehen), gehen einen Bogen rund herum und dann nach Süden Richtung des anderen, „richtigen“ Labyrinths. Vorher biegen wir nach links ab und laufen zurück, vorbei an der „Leupoldishainer Bergbühne“. (6,5 km)

03. Mai 2017 „Schwedenflug“ (von Ingo Geier – www.wandern-saechsische-schweiz.de)
Heute sollte es mal eine richtige Wanderung werden, wenn auch eine mit ungewöhnlichem Namen. Die Geschichte ist kurz erzählt: 2010 waren zwei  Piloten aus Prag auf dem Weg nach Schweden. Offiziell waren unzulässige Flugmanöver (Rolle, Drehung um die Längsachse) die Absturzursache. Heute findet sich an der Absturzstelle eine kleine Gedenkstätte – überraschend ist, dass dort wohl fast täglich frsiche Blumen abgelegt werden und der Fleck immer wieder gepflegt wird – wir haben es selber so gesehen.

Blick vom kleinen Zschirnstein

Blick vom kleinen Zschirnstein

Das Auto stellten wir in Kleingießhübel ab und wanderten zunächst in Richtung Kleiner Zschirnstein. Oben gibt es super Ausblicke Richtung Festung Königstein, mit allen Tafelbergen im Blick.

Weiter zum großen Zschirnstein, immerhin dem höchsten Felsen der Sächsischen Schweiz. Hier ist der Ausblick sagenhaft, und das besondere ist, dass man bei geschätzt 220 Grad Blickwinkel fast ausschließlich auf Waldflächen schaut….

Blick vom großen Zschirnstein: Wald!

Blick vom großen Zschirnstein: Wald!

Leider war nicht ganz gute Sicht, sonst hätte man bis zum Ještěd nach Liberec sehen können. Runter vom Berg und dann einmal um ihn herum bis zur Absturzstelle, von da weiter zum Krippenbach. Damit es sich lohnt (und um am Ende Straßengelaufe zu vermeiden) ging es auf halben Wege noch einmal rechts steil bergauf (135 Höhenmeter am Stück) und dann gemütlich bis zum Auto zurück. 17,2 km – 3:34 h – 474 Höhenmeter

Hier noch einmal der Blick vom großen Zschirnstein in Einzelbildern:

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04.Mai 2017 „Wir wollten schon immer mal….“ die Straße in Cunnersdorf am Freibad einfach weiter geradeaus gehen. Gesagt, getan. Ziemlich eben geht es, leider auf Asphalt, immer südwärts. Der Weg heißt, obwohl er am Cunnersdorfer Bach entlang führt, Taubenbachweg. Später gehts dann wirklich am Taubenbach weiter zum Taubenteich. Wir kommen an zwei Biwaks vorbei, die hier entlang des neuen „Forststeig Elbsandstein“ entstanden sind (eine weitere hatten wir gestern schon unterhalb des Großen Zschrinstein gesehen). Offizielle Infos hier: https://www.smul.sachsen.de/sbs/55197.htm
Der ausführliche Test von Dr. Böhm (der mit den Wanderkarten) hier: http://www.boehmwanderkarten.de/themen/is_trekking_arbeitsdateien.html

Wir marschierten weiter zum Krippenbachweg, gingen ihn bis zur Straße und dann im Wald daneben wieder Richtung Cunnersdorf.
17,6 km in 3:32 h mit 216 Höhenmetern.

Kaum der Rede wert, deshalb einfach hier an die Urlaubswoche angehängt:21.05.2017 – Von Cunnersdorf vorbei an der Gartenanlage „Zum Papststein“ weiter zum und auf den Gohrisch (Stein), über den Ort Papstdorf zurück. 8,3 km in 1:50 h und mit 265 Höhenmetern. Bild oben und Bilder unten: Blick vom Gohrisch (Stein)

Und am 25.05.2017 (Himmelfahrt) folgte der Papststein auf fast identischer Strecke: 8,2 km in feiertäglichen 1:55 h bei 273 Höhenmetern.

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Ostern – Wandern – April

[Ganz oben – Frühling rund um Rosenthal]

Die Wettervorhersage für die Osterfeiertage war nicht so besonders, zudem durfte ich am Samstag arbeiten. So war der Plan, den laut Wetterbericht „schönsten“ der Feiertage direkt zum Wandern zu nutzen und dann mal zu schauen, was der Sonntag und/oder Montag noch so hergeben …

Freitag, 14.04.2017

Auf www.wandern-saechsische-schweiz.de hatten wir uns die Wanderung „Aussicht Rosenthal“ im Wandergebiet Bielatal ausgesucht. Wir starteten nicht wirklich früh, und so konnten wir erleben, dass die Parkplätze sowohl an der Schweizermühle wie auch vor der Ottomühle bereits völlig überfüllt waren. Dem wüsten Straßenrandgeparke schlossen wir uns allerdings nicht an, sondern fuhren zurück bis zum Abzweig aus Bielatal nach Rosenthal und parkten dort. Die Wanderung verlängerte das wohl um einen Kilometer pro Strecke.. ;-).

Blick auf Rosenthal

Zunächst ging es auf der Straße bis Schweizermühle, dort nach links aus dem Tal hinaus und dann am Waldrand bzw. über offenes Feld in Richtung Rosenthal. Wie den ganzen restlichen Tag hatten wir dabei viel Sonne, ab und an Wolken, aber auch teilweise frischen und ruppigen Wind. Wir kreuzten den Ort und das Tal am ehemaligen „Großen Gut“, um dort den Brandweg zu erreichen. Nun ging es immer am oberen Rand des Tals und am Rande des Waldes gen Süden, mit immer wieder schönen Blicken auf den Ort und die Landschaft, manchmal auch den Hohen Schneeberg, der schon im Tschechischen liegt. Der Weg geht über in den Sommerhübelweg, und kurz vor der Grenze erreicht man die Fuchsbachstraße. Man erreicht eine Kreuzung, aus der von rechts eine kleine (für den öffentlichen Verkehr gesperrte) Straße aus Rosenthal heraufkommt, die laut Böhmkarte „Alter Schneeberger Kirch- und Leichenweg“ heißt ;-). Erstaunlicherweise gibt es hier eine Bushaltestelle, und der Aushang verrät uns, dass hier an Wochenenden ein Wander- und Radlerbus aus dem Sächsischen kommend die Grenze passiert, den Schneeberg anfährt (bzw. den gleichnamigen Ort) und dann über den (auch offiziell für den Fahrzeugverkehr freigegebenen) Grenzübergang Bahratal Böhmen wieder in Richtung Deutschland verlässt.

Wir marschieren diese Straße ein Stück in Richtung Grenze, biegen aber direkt vor selbiger rechts ab, um an einer Steinsäule nach wenigen hundert Metern wieder rechts den Dürrebielegrund abzusteigen. War die Landschaft bisher zwar sehr schön, aber wenig typisch fürs Elbsandsteigebirge sind wir nun in selbigen mittendrin. Rechts und links bizarre Felsgebilde, die teilweise völlig „windschief“ dastehen. An der Dürrebielnadel geht’s rechts dann ins Bielatal, die Felsen bleiben bizarr, auch wenn sie etwas weiter weg vom Wege stehen und durch den recht dichten Wald nur stückweise zu erkennen sind. „Dürre Biela“ heißt das Flüsschen (entspringt in Böhmen beim Ort Schneeberg) im gleichnamigen Tal, dass dann mit dem Hammerbach (ebenfalls aus Böhmen kommend) zusammen die Biela bildet und nach 18 km bei Königstein in die Elbe mündet.

An der Kaiser Wilhelm Feste: Hund – Felskante – Bielatal 😉

An der Ottomühle ruft ein Bier nach uns, allerdings ist das Restaurant samt Biergarten offensichtlich (noch?) geschlossen. Der gegenüberliegende Kiosk „Daxensteinbaude“ überzeugt uns aber kaum – hier sieht alles ein wenig nach Verfall aus, heruntergewirtschaftet – aber das offensichtliche Gastronomie-Monopol am Orte beschert wohl guten Umsatz. So schmeckt das Bier ein wenig nach Abzocke, und wir werden beim nächsten Mal ganz sicher woanders einkehren.

Am Parkplatz (nun hinter) der Ottomühle biegen wir nach rechts ab, laufen ein Stück an der unteren Kante der Felsen entlang. Nach weniger als einem halben Kilometer geht es über Stufen steil rechts hinauf. Oben findet man die „Kaiser Wilhelm Feste“ mit einem tollen Blick ins Bielatal. Hier machen wir noch eine kurze Pause, wandern dann an der oberen Kante der Felsen weiter, um direkt an der Schweizermühle wieder ins Bielatal hinab zu gelangen.

Nach 16,5 km sind wir wieder am Auto, 240 Höhenmeter und 3:25 h reine Laufzeit haben wir hinter uns gebracht. Hier noch ein paar Ausblicke von der Kaiser Wilhelm Feste, bevor dann die Sonntagswanderung beschrieben wird:

Sonntag, 16.04.2017

Um sieben weckt uns strahlend blauer Himmel (… oder besser gesagt, der Wecker ;-)). Heute starten wir früher, denn der Ostersonntag könnte viele Menschen zum Wandern oder auch Spazierengehen in die Sächsische Schweiz locken. Wir haben uns eine Tour überlegt, die (hoffentlich) ein paar ruhige Wegstücken bietet, und da den vielen Menschen heute kaum auszuweichen sein wird können wir die Ruhe ja auch ein wenig mit „Leute-gucken“ kombinieren…

Auf dem Weg zum Parkplatz am Hockstein ändert der Himmel seine Farbe zum ersten Mal an diesem Tag von blau zu grau, am Parkplatz sind wir tatsächlich die allerersten (!) und auf der Hocksteinaussicht haben wir zum Frühstück den ersten Regen des Tages, aber auch eine Schutzhütte. Das Wetter an diesem Tag werde ich nicht weiter beschribien, es wechselte schneller von Sonne und blauem Himmel zu Graupel und Regenschauern, als man überhaupt Regensachen anziehen konnte, und das eigentlich dauernd …

Der erste Teil des Weges ist bekannt, Hockstein hinab, ein paar Meter Polenztal und dann links den Schindergraben (immer wieder schön!!!) hinauf. Vorbei an der Gautschgrotte geht es immer oberhalb des Polenztals entlang (Beschreibung hier und hier). Am Abzweig hinab

Blick vom Balkon der Sächsischen Schweiz (Brand-Aussicht)

ins Tal zur Waltersdorfer Mühle entschließen wir uns kurzzeitig zu einer ersten Wegverlängerung. Wir laufen den Malerweg auf der Höhe weiter, stoßen auf die Brandstraße und gehen vor bis zum Balkon der Sächsischen Schweiz, der Brand-Aussicht. Von dort geht es ein paar Meter zurück und dann den Schulzengrund hinab – nun steht die Waltersdorfer Mühle mit dem Bier im Angebot zweifelsfrei „im Wege“.

Beflügelt (nicht vom Getränk aus Dosen mit namens-gleichem Fußballclubs) geht es den Füllhölzelweg hinauf, auf der anderen Seite wieder hinab und nach der zweiten Kehre gibt es erneut eine Abweichung von gewohnten Wegen. Nach links geht es den Gamrigweg hinauf, um dann selbigen zu besteigen. Oben gibt es was zu Essen bei blauem Himmel, bevor uns ein Regenguss vertreibt….

Den Aspiggraben hinab geht es nach Rathen zum Kiosk, vorher ist „Felsengucken“. Der Tag ist noch jung, Biere gab es auch erst zwei, also nix da mit Amselgrund, Grünbachtal und direkt zum Auto – wir gönnen uns einen weiteren kleinen Umweg, natürlich für einen guten Zweck.

Aus dem Aspiggraben kurz vor Rathen der Blick auf die Felsenwelt rund um die Bastei:

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An der Elbe entlang, kurz vor Wehlen rechts den Berg hinauf – alles bekannt. Neu wird es erst „oben“ – nach vielen Jahren Verfall und „Geschlossen“-Schildern  regt sich wieder etwas am Imbiss und Restaurant Steinerner Tisch. Ich hatte es (wohl zufällig) am 01. April bei facebook gelesen und dementsprechend für einen April-Scherz gehalten. Aber ein solcher ist es nicht, und das Schild „Trinken für den Wiederaufbau“ ist durchaus ernst gemeint. Dem konnten und wollten wir uns natürlich nicht entziehen, auch wenn (des Autofahrens wegen) nur jeweils ein Radler getrunken wurde. Die Website gibt es schon www.steinerner-tisch.info und wir empfehlen jedem, der in der Nähe ist, etwas für den Wiederaufbau zu tun!!! 😉

Am Ende hatten wir 21.6 km mit 690 Höhenmetern auf dem Garmin, reine Laufzeit 4:25 h.

Die Ostermontags-Wanderung fiel dann buchstäblich „ins Wasser“.

 

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Erste Wanderungen 2017

Samstag & Sonntag, 08. + 09.  April 2017

Lange hat es in diesem Jahr gedauert bis zum ersten Wanderwochenende – Prüfungen, Haus-Bauen und Ärger mit dem Wohnmobil unterstützen unsere Faulheit. Doch damit ist nun wieder Schluss (mit der Faulheit, und mit den Prüfungen.. 😉 ).

Am Samstag waren wir in Cunnersdorf auf der Haus-Baustelle mit dem Fliesenleger verabredet. Danach bot sich eine gute Gelegenheit, direkt die erste Wandertour zu starten. Vom Freibad aus ging es zunächst auf nun schon bekanntem Weg zum Katzstein, auf dem Signal erfreuten wir uns am Ausblick, stärkten uns und marschierten dann am Katzfels

Historische Darstellung der Erstbesteigung der Barbarine (Felsnadel direkt neben dem Pfaffenstein)

vorbei wieder auf den grün markierten Wanderweg und dort in Richtung Norden.  Den markierten Weg verließen wir bald, um unterhalb des Spitzen Steins zur Verbindungsstraße Cunnersdorf-Bielatalstraße zu gelangen, diese zu queren und dort auf ebenfalls unmarkierten Wegen in Richtung Paffenstein zu laufen. Irgendwann stießen wir auf den rot markierten Wanderweg, der uns zum „Bequemen Weg“ auf den Berg hinauf führte. Teil eins der Pause gab es an der nordwestlichen Seite mit Blick auf den Königstein und in Richtung Nikelsdorf, Teil zwei dann am Gasthaus, um den unterhopften Zustand ein wenig zu verbessern.

Zurück führte uns der Weg zum Königsteiner Stieg und somit direkt nach Cunnersdorf. Unschön an der Runde war eigentlich nur, dass einige Wanderwege unter dem Holzeinschlag enorm gelitten hatten, im Zusammenhang mit dem Regen der letzten Tage sorgte das für Schlamm bis an die Knöchel….. 13,7 km mit 400 Höhenmetern in genau 3:00 h reiner Laufzeit sind zwar nicht rekordverdächtig, aber für die erste 17er Tour ganz „brauchbar“.

Zur Vermeidung von Muskelkater verbrachten wir den Sonntag bei allerschönstem Wetter gleich wieder mit – wandern! Parken wollten wir unterhalb des kleinen Bärensteins, leider ist der Parkplatz, der bei Böhm noch eingezeichnet ist, und den wir auch selber schon sahen, „verschwunden“. („Große Karte der Sächsischen Schweiz“ von Rolf Böhm, 1:30.000 – diente uns an beiden Tagen als Wanderkarte)

Somit ging’s weiter bis Weißig mit dem Auto, und von dort auf der Oberen Kirchleite (Malerweg) in Richtung Thürmsdorf. Zunächst passieren wir die Eulensteine, zwei witzig mitten im Feld herumlungernde Mini-Felsen. Danach macht der Malerweg einen Knick nach links – und was es mit diesem Knick auf sich hat ist hier zu lesen. Wir schauen uns dort als das Biedermann-Mausoleum von außen an und bewundern die Aussicht.

Thürmsdorf verlassen wir direkt nach Passieren des Schlosses und steigen die paar Meter bis zum kleinen Bärenstein hinauf, vorbei an der Diebshöhle und machen direkt unterhalb des überfüllten Felsplateaus (Wochenende! Sonnenschein!) Pause. Weiter gehts zum bzw. auf den Großen Bärenstein, den wesentlich weniger Menschen bevölkern. Auch hier wieder eine kleine Pause, dann marschieren wir zwischen den beiden Bären hindurch auf rot markiertem Weg zum Fuße des Rauensteines, direkt unterhalb des Gasthauses. Da oben ähnliches zu erwarten ist wie auf dem Kleinen Bärenstein steigen wir nicht hinauf, sondern umrunden ihn am Fuß auf unmarkierten Wegen. Auf der Nordseite findet sich ein schöne Wiese mit viel Sonnenschein – Pause (jaja, zum Schluss hatten wir an diesem Tag mehr Zeit im Stillstand als in der Bewegung auf dem Garmin stehen ;-)).

Unser Weg von den Bärensteinen rund um den Rauenstein nach Rathen

Weiter geht es, und nach der Pause ist vor der Pause. In Rathen stützen wir den kleinen Einzelhandel mit dem Erwerb von zwei Flaschen Radler, dazu kaufen wir ebenfalls die Übersichtskarte von Rolf Böhm „Böhmische Schweiz 1:40.000„. (Nein, wir bekommen keine Prozente, und ja, wir finden die Karten gut!!!) Wir trinken die Radler in der schönsten Nachmittagssonne, beobachten die vielen Tagestouristen und laufen anschließend zurück nach Weißig. Heute waren wir 13,6 km (trotz Pausen) unterwegs, 430 Höhenmeter in 3:00 h reiner Laufzeit.

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Herbst und Winter

Die Nach-Urlaubs-Saison war in diesem Jahr eine wenig bewegte, und so bewegten wir auch das Wohnmobil wenig. Ein Augustwochenende in Hinterhermsdorf, ein weiteres im September im bzw. am Waldbad in Polenz und das erste Wochenende im Oktober noch einmal auf dem Basteiparkplatz brachten keine nennenswerten Wanderkilometer mehr.

dsc_0111dsc_0127Dafür reisten wir im Oktober für eine Woche in die Toskana. Mit einer größeren Gruppe hatten wir die Villa Ferrette gebucht. Genau wie vor fünf Jahren bei unserem ersten Aufenthalt war es wieder traumhaft schön, Lage und Blick, die ganze Villa selbst; aber natürlich auch „die Toskana rundherum“ ;-).

Wir besuchten mit Maria und Bjarne den schiefen Turm in Pisa und Lucca, fuhren einen Tag durchs Chianti und verbrachten einige schöne Stunden in Siena.

Nebenbei nutzen wir reihum die große Küche, um uns gegenseitig mit leckeren Mahlzeiten zu verwöhnen.

(Die meisten Bilder zeigen, dass wir nicht das allerschönste Wetter hatten, was uns aber kaum störte…)

Im November forderte die finale Prüfungsvorbereitung die volle Aufmerksamkeit von Chris. Zum letzten „Crashkurs“ siedelten wir für 3 Wochen mit dem Wohnmobil nach Leipzig über und „wohnten“ dort auf dem Stellplatz im agra-Gelände.  Für unsere Zwecke völlig okay, ansonsten sicher ein Platz, der für Stadtbesucher für einige Tage optimal ist (S-Bahn ist 10 Minuten entfernt, weitere 10 Minuten später ist man mitten in Leipzigs City).  Aber auch das Seengebiet südlich der Stadt ist gut zu erlaufen, das taten wir auch mehrfach ausgiebig in Richtung Makleeberger See bis zu dessen Südspitze mit dem künstlcich angelegten Kanupark.

Erwähnenswert ist auch der ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindliche Cospudener See – und hier vor allem die „Sauna im See“, die wir zweimal besuchten.

Die Weihnachtsfeiertage und unser Urlaub in dieser Woche stand unter dem Motto „Alles wie immer“: Das begann bereits in Freiberg beim Jahresabschlusskonzert von Keimzeit mit dem gleichen Stammpublikum wie jedes Jahr. Der Schlachtezauber im Bremen ist auch unverändert – und danach gab es sechs Tage „Meer und Ruhe“ … „und sonst nix“! Bevor ich die Blogeinträge aus anderen Jahren wiederhole verweise ich hier auf diese beiden – es war wirklich wieder ganz genauso:

Weihnachten 2013 (Keimzeit, Bremen, Ostsee, Berlin)

Weihnachten 2015 (Keimzeit, Bremen, Nordsee, Ostsee)

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Man tut es viel zu selten…

.. nämlich einfach mal was „Gutes“. Und sei es für den oder hier besser, für die Hunde ….

Lesen und mitmachen:

http://www.crosli.de/tombola-2016

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Sommerferien

Geplant waren 6 Wochen Norwegen, herausgekommen sind zwei mal zwei Wochen in deutschen Landen. Unterwegs waren wr vom 19.06. – 02.07.2016 im Erzgebirge und der Sächsischen Schweiz (490 km mit dem Wohnmobil) und vom 16. – 29.07.2016 in Thüringen (867 km).

Die ersten Tage verbrachten wir in der Gegend um Altenberg, wanderten nach Moldava in Tschechien und ins beeindruckende Georgenfelder Hochmoor. Weiter ging es dann nach Schwarzenberg, wo wir in der Fußball-Kneipe zum EM-Schauen einflogen. 20 km weiter, am Filzteich in Schneeberg blieben wir die folgenden Tage und verbrachten selbige mit dem Überstehen der Hitze – sitzend im Markisen-Schatten oder

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Blick vom Rauenstein zum Lilienstein

schwimmend im See.
Beide Plätze (Schneeberg und Filzteich werden hier beschrieben.

Mit einem Abstecher nach Radebeul und Dresden (König Fußball regierte zu dieser Zeit ;-)) ging es weiter in Richtung Osten. Zwei Tage trotzen wir der Wärme auf dem Basteiparkplatz und unternahmen auch zwei Wanderungen. Knapp 16 km eine durchaus bekannte Strecke über den Uttewalder Grund nach Wehlen und Rathen und zurück durch die Schwedenlöcher (15,8 km, 3:10 h, 275 m Höhenunterschied) zunächst, und am nächsten Tag war dann endlich mal der Rauenstein „dran“ (Ganz oben der Blick vom Rauenstein in Richtung Tafelberge, links der Lilienstein, in der Mitte der Königstein). Mit der Fähre in Wehlen gings auf die linke Elbseite, und nach dem Abstieg mit der Fähre in Rathen wieder zurück (17,4 km, 3:50 h, 460 m). Letztere ist übrigens eine motorlose Gierseilfähre. waldbad-polenz-schild-historischDanach gaben wir es auf *g*, zumindest mit dem Wandern in der Wärme – und standen die letzten drei Tage auf dem Stellplatz am Waldbad in Polenz (bei Neustadt).

 

Am 16.07.2016 starteten wir in den zweiten Teil des Urlaubs. Über Erfurt und Tambach-Dietharz ging es bis nach Floh-Seligenthal und dort auf steiler und enger Bergstraße in Richtung Bergsee Ebertwiese. Auf dreiviertel der Strecke lockte ein Wanderparkplatz, hier blieben wir für zwei Nächte. Am ersten Abend liefen wir noch bis zum Bergsee und zurück ( 7,0 km, 130 Höhenmeter, 1:25 h), am anderen Tag wanderten wir auf dem Rennsteig bis zum Heuberghaus, tranken ein Bier und wurden dann von fröhlichen Musikanten auf den Rückweg geschickt. (20,4 km – 4:30 h  – 490 m Höhe).

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Blick vom Wanderparkplatz unterhalb Bergsee Ebertwiese

Am 18.07.2016 rollten wir die Straße wieder hinab und besuchten Eisenach. Die Hitze verleidete uns den Aufstieg zur Wartburg, so beließen wir es bei einem kleinen Rundgang durch das Städtchen.

Über die B19 rollten wir in Richtung Süden, unter anderem durch das Fachwerkstädtchen Wasungen, bis nach Meiningen. Eingekauft wurde für mehrere Tage, und nach ein paar weiteren Kilometern endete der Weg am A.. der Welt, oder besser gesagt am Angelsee in Seeba. Drei Tage genossen wir dort die dörfliche Stille und machten nicht viel mehr außer im Schatten sitzen und auf den See schauen…

Am 21. Juli gings zurück nach Meiningen, die Stadtwerke betreiben oberhalb des Ortes ein Freizeitbad mit angeschlossenem Camping. Direkt unterhalb gibt es auch noch einen kostenfreien Stellplatz – hier blieben wir eine Nacht, schauten uns das Theater Meiningens und die Innenstadt an und reisten am nächsten Tag weiter.

Über Geschwenda (Wohnmobilplatz inkl. des Waldbades nicht mehr vorhanden) und Ilmenau nach Bad Blankenburg, entlang der Schwarza nach Schwarzburg (Wohnmobilplatz am Bad – eher „naja“), weiter durchs Sorbitztal fanden wir nirgend einen uns genehmen und schönen Platz zum Stehen. So erinnerten wir uns an Rudolstadt, um am späten Nachmittag auf dem schönen Stellplatz „Saale-Strand“ anzukommen. Hier genossen wir die vier Urlaubstage, auf Grund der Wärme auch mit weniger Aktivitäten. Abgerundet wurde der Urlaub mit drei Tagen Aufenthalt in Erfurt.

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Prebischtor

20. – 22.05.2016 – Hinterhermsdorf – 155 km mit dem Auto

Wanderung am Samstag bei warmen Wetter, zum Glück größtenteils bewölkt:
Von Hinterhermsdorf die Höllstraße zur Kirnitzsch und dann weiter zum Altarstein. Hier auf dem Stimmersdorfer Weg nicht wieder in Richtung Kirnitzsch, sondern nach Süd-Westen. (*) Der Weg zweigt direkt am Altarstein ab und ist trotz leichtem Verhau am Anfang gut zu gehen, da er offensichtlich rege genutzt wird. Nach wenigen Metern quert man die Grenze zu Tschechien und erreicht dann den Weg, der vom Zeughaus her kommend durch den Zschand führt. Noch ein Stück weiter findet man sich wieder auf legalem Grund und nach 200 m erreicht man den Gabrielensteig. Bis hierher hatten wir an diesem Samstagvormittag keine Menschenseele getroffen – nun reihten wir uns aber auf der Wanderautobahn in Richtung Prebischtor ein.

Flügelwand, Prebischkegel und schließlich das Prebischtor selber – wunderbare Landschaft, schöne Felsformationen – aber viel zu viele Menschen. Wir sparten uns Eintritt und (sicher) überteuertes Bier, folgten dem Gabrielensteig wieder in die andere Richtung und ließen den Abzweig in Richtung Grenze links liegen. Ein Stück weiter erreichten wir die Rainwiese bzw. die dortige Ausflugsgaststätte. Speckknödel mit Kraut und dazu je ein halber Liter Bier – das hatten wir uns wohl verdient (und mussten es mit insgesamt 8 Euronen auch nicht teuer bezahlen ;-)).

Der Rückweg folgte wieder dem Gabrielensteig und dem Stimmersdorfer Weg, diesmal ab Altarstein direkt bis zur Kirnitzsch und das Lindigtgründel hinauf bis zum Parkplatz an der Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf.
(25,9 km, 5:16 h reine Laufzeit, 695 m bergauf)

Am Sonntag gab es in größerer (Menschen-)Runde eine kleinere (Kilometer-)Runde: die Brüdersteine mit Aussicht, anschließend hinab zur Kirnitzsch, an den Rabensteinen wieder bergauf und über Hirschgrund und Tunnelweg zurück zu Parkplatz, Gaststätte, Bier und Eis…
(12,6 km, 2:50 h, 320 m).

(*) Die Beschreibung unserer Touren soll niemanden dazu auffordern, Wege im Nationalpark zu begehen, die nach Auffassung der Verwaltung dieses Parks „gesperrt“ oder „verboten“ sind. Wir tun es auch möglichst selten, und wenn, dann eben gerade nicht, *weil* diese Wege gesperrt sind, sondern weil wir ein bestimmtes, anders nicht zu erreichendes Ziel haben. Oder, weil es dort eben gerade schön und /oder still ist.. 😉
Zum Thema ein Zitat von Jürgen Hasse (Für einen antropozentrischen Naturschutz, Hamburg, 2004, Seite 84):
„Jede moderne und abstrakt kommunizierende Gesellschaft regelt den Dissens, der über den Einzelfall hinaus ins Strukturelle schießt, im Erlass von Normen. Im Naturschutz sind dies vor allem Rechtsnormen … In der Schaffung von Rechtsnormen werden Wertungen kodifiziert. Als Normen eignen sich aber nur solche Wertungen, die auch eine Befolgung erwarten lassen, wenn sie in den Bestand der Rechtsordnung übergehen, also in einem Rechtsgefühl der Leute mindestens so weit gründen, dass eine Regulierung des Lebens nach Maßgabe der Vorschrift nicht dauernd mit Gewalt durchgesetzt werden muss. Weitgehende Zustimmung findet eine Rechtsnorm dann, wenn sie im Gewissen verankert ist und damit moralischen Charakter hat.“

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Wege an der Elbe am Himmelfahrtswochenende

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Ein Haifisch am Malerweg

Zum Schluss war es dann irgendwie ein Wochenende direkt an der Elbe (Ganz oben im Panorama: Die Elbe und dahinter Postelwitz). Stromauf, stromab, rechts- und linkselbisch – klingt nach wenig Höhenmetern beim Wandern. Die Realität sah anders aus: 4 Tage zu Fuß unterwegs – 81,3 km – 1.841 Höhenmeter.  Da nehmen sich die mit dem Auto zurückgelegten 122 km fast schon bescheiden aus.

Mittwochnachmittag ging’s los, wir „stauten“ uns durch Dresden, erledigten den Wochenend-Einkauf und verbrachten so den Nachmittag im Auto unterwegs und nicht auf einer ersten kleinen Wanderung in der Natur, bevor wir den großen (Auffang-)Parkplatz Rathewalde / Bastei erreichten.  Donnerstag kamen Sabine & Ulf zu uns und wir starteten vom Parkplatz an der Hocksteinschenke. Entlang des Malerweges ging es über den Hockstein mit der Teufelsbrücke ins Polenztal und direkt im Schindergraben wieder aufwärts. Am Großen Halben gab es die erste gemütliche Pause,486576 danach ging es weiter zur Gautschgrotte.

Ehemals hieß auch diese Grotte „das kalte Loch“, wurde aber aufgrund seiner Einmaligkeit 1881 durch den „Gebirgsverein für die sächsische Schweiz“ mit einer Gedenktafel zu Ehren des Rechtsanwaltes und Heimatforschers Carl Friedrich Constantin Gautsch versehen. Heute ist nur noch der Begriff Gautschgrotte geläufig. „Die Gautschgrotte liegt 110 Meter über der Bachaue des „Kalten Loches“. Sie ist von einem 40 Meter breiten Felsüberhang überwölbt. Im hinteren Teil befindet sich eine schüsselförmige Vertiefung, wahrscheinlich ein Strudelloch aus der Eiszeit“ (Zitat von der Lehrpfadtafel Nr. 41).

Wir folgten dem Malerweg noch bis zur Kreuzung mit dem Neuweg, dort ging es dann ins Polenztal hinab und direkt in den Biergarten der Waltersdorfer Mühle zu Bier und Bockwurst. Nach ausreichender Stärkung wanderten wir das Polenztal hinauf, zurück zum Parkplatz mussten wir noch den Aufstieg zum Hockstein meistern.

Am Abend erschienen Chris und mir die 13 km noch ein wenig zu wenig für einen ganzen Tag, so liefen wir noch einmal in Richtung Bastei, bogen aber in Richtung der Schwedenlöcher ab und erfreuten uns dort am schönen Ausblick auf Bastei & Co. an der Aussicht in den Wehlgrund. Zurück am Wohnmobile hatten wir dann 18,5 km und 300 Höhenmeter auf dem Garmin.

Das Buttermilch-Loch

Das Buttermilch-Loch

Der Freitag sollte „sorgenfrei“ auf bekannten Wegen zur Waltersdorfer Mühle entlang führen – so waren wir sorglos ins Gespräch vertieft und verpassten nach Rathewalde – Amselgrund – Pionierweg den Abzweig am Knotenweg nach Süden. Wir bemerkten recht spät, dass wir auf dem Knotenweg Richtung Rathewalde unterwegs waren :-(. Irgendwo hier ist doch – das Buttermilchloch? Böhmkarte gefragt, Abzweig gefunden und schon waren wir auf „verbotenen“ Wegen unterwegs.

Schwarzberg-Aussicht bei Wehlen mit Blick zum Rauenstein

Schwarzberg-Aussicht bei Wehlen mit Blick zum Rauenstein

Allerdings merkt man dem Weg an, dass er mittlerweile selten begangen ist, nicht nur der Verhau am Anfang macht einem etwas zu schaffen. Dennoch kommt man in stiller Landschaft gut voran bzw. bergab.

Bald erreichten wir am Riekestein den Füllhölzelweg. Diese Stelle hatten wir schon öfter gesehen und uns gefragt, wohin es da hinter dem Verhau wohl gehen mag .. jetzt sind wir schlauer. Wir entschieden uns, direkt in Richtung Rathen abzubiegen, dort gab es das obligatorische Bier. Am Kiosk nebenan erstanden wir noch die eigentlich überall ausverkaufte Böhmkarte „Bad Schandau“.

Nun kam der erste Teil „An der Elbe entlang“, wir gingen Richtung Wehlen und bogen dort allerdings direkt am Ortseingang rechts ab in den Schwarzberggrund. Der richtige Weg scheint hier neuerdings auch gesperrt, so mussten wir vorbei an der Schwarzbergaussicht entlang den Schanzengrund hinauf. Vorbei am Steinernen Tisch liefen wir zurück zum Wohnmobil, komischerweise nach 16.8 km insgesamt (bei 450 m bergauf) schon ziemlich „geschafft“. Es war aber auch die erste Wanderung in diesem Jahr bei Temperaturen deutlich über 20°C.

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Der Lilienstein vom Westen her gesehen

Freitagnachmittag auf den letzten Kilometern fiel mir ein Wegweise „Rathen – Lilienstein“ auf. Daraus entstand die Idee der Samstagstour, also auf zum Lilienstein. Bei schönstem Wetter ging es mit einigen vielen Menschen gemeinsam die Schwedenlöcher hinab, in Rathen am Kiosk gab es einen Kaffee (!) und dann kam „An der Elbe entlang“ Teil zwei. Auf dem Kottesteig verlässt man schnell Rathen und läuft angenehm an der Elbe entland. Wir folgten dann dem Lottersteig hinauf bergauf, überquerten die Straße und erreichten den Lilienstein von Norden her. Vorm Aufstieg machten wir eine Pause – entsprechend schwer fiel dieser! Oben war es so voll, dass uns einige Blicke ins Elbtal reichten, kurzerhand ging es wieder hinab. Wir umrundeten den Lilienstein auf der Südseite und wanderten einen unbenannten Weg in Richtung Thürmsdorf zur Elbe.

Wieder an der Elbe entlang vorbei an einem kleinen Privatcamping (nur Zelte) erreichten wir wieder den Kottesteig und damit Rathen. Nach dem obligatorischen Kaltgetränk „gönnten“ wir uns wieder einmal den Aufstieg über die Bastei. Am Ende der Tour wußten wir gar nicht so recht, woher 641 Höhenmeter kamen, 23,9 km merkten wir allerdings durchaus ein wenig in den Beinen.

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Panorama-Blick vom Zirkelstein

Für die Sonntagstour mit Achim wechselten wir den Stellplatz zum Bahnhof Bad Schandau. Verabredet waren wir am S-Bahnhof Schmilka-Hirschmühle, damit sich die Tour auch lohnen würde legten wir die Kilometer dazwischen (rund 8) an der Elbe entlang zu Fuß zurück – Teil drei der Elbwege am Himmelfahrtswochenende.

Caspar_David_Friedrich_-_Der_Wanderer_über_dem_NebelmeerDen Aschersteig ging es hinauf nach Schöna zur Kaiserkrone, die natürlich nicht nur vom Fuß aus betrachtet, sondern auch erklommen wurde. Nächstes Ziel war der Zirkelstein, mit herrlichen Ausblicken gab es oben eine kleine Pause und – immerhin! – für 5 Menschen eine geteilte Büchse Bier ;-). Immer die nächste (vielleicht geöffnete) Kneipe im Visier erreichten wir den Wolfsberg oberhalb von Reinhardtsdorf. Es war nicht die erste (und auch nicht die letzte) Station heute auf dem Caspar-David-Friedrich-Weg, aber hier rasteten wir an der Stelle, an der eines seiner bekanntesten Bilder entstand, „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Hierzu Wiki: „Das Bild kombiniert einen Felsblock vom Fuße der Kaiserkrone, den Gamrig bei Rathen (Mittelgrund links), Teile des Ausblickes vom Wolfsberg bei Krippen, den als Signalwarte wenig bewaldeten Zirkelstein (rechts) und einen böhmischen Kegelberg (Rosenberg oder Kaltenberg, links).“

Weiter ging es nach Krippen wieder zur Elbe hinab, und an der bis Bad Schandau und dort dann endlich zum langersehnten Bier für alle!

Gesamt: 22,2 km, 450 Höhenmeter in 5:00 h reiner Laufzeit.

 

An der Elbe zwischen Bad Schandau und Schmilka:

 

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Wandern zu Ostern

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Die Kirnitzsch zwischen Hermannseck und Kirnitzschkegel im Frühling

Nachdem wir am Karfreitag Besuch hatten ging es erst Samstag-Mittag in die Sächsische Schweiz, mal wieder auf unseren Lieblings-Stellplatz in Hinterhermsdorf. Diesmal hier nur die Kurzfassung unserer Wanderungen:

26.03.2016 – Weißbachtal -Obere Schleuse – Hermannseck – Kirnitzschkegel und dann durch den Hirschgrund zum Königsplatz und zurück
19,7 km – 4:05 h in Bewegung 509 m bergauf

27.03.2016 – Vorbei am Taubenstein zur Kirnitzsch und durchs Khaatal bis nach Khaa, Bier für einen Euro, zurück die Daubitzer Straße, vorbei an der Wolfstafel zur Niedermühle und die Hinterdaubitzer Straße hinauf nach Hinterhermsdorf
22,7 km – 4:24 h und 340 Höhenmeter

28.03.2016 – Mit Sabine, Katharina, Ulf und Christoph: Brüderseine – Stimmersdorfer Brücke – Thorwalder Wände – Hickelhöhle – Reitsteig – Zeughaus (Bier!) – Dreisteigenstieg bis zur Kirnitzsch ….. dort ob einer Verirrung von mindestens 6 Augen die Brücke verwechselt und weiter nicht bergauf, sondern zur Kirnitzschtalstraße, dann wieder *in den Wald*, rund um die Pohlshörner den Oberen Hirschwaldweg wieder nach Hinterhermsdorf und durch den Ort zurück zur Buchenparkhalle.
Aus den geplanten „12, max. 13 km“ wurden mehr als 22 km – nicht nur wegen des Umweges.
22,5 km in 5:01 h mit 564 Metern bergauf.

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Dylan genießt wie wir die ersten warmen Frühlingstage

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Nochmal zum Katzstein und weiter

26. – 28.02.2016 Bad Schandau – Cunnersdorf – Gohrisch (132 km)

Nachdem uns am letzten Wochenende das Wetter im Stich gelassen bzw. im Nebel hat stehen lassen waren Katzstein und Katzfels noch einmal im Visier. Freitagabend ging es erstmal auf den Busparkplatz oberhalb von Bad Schandau, Samstagmorgen nach Cunnersdorf.

Der Weg führte uns zunächst wieder auf den Katzstein mit Signal und Katzfels, weiter zur Schneebergaussicht und dem Aussichtspunkt Kohlberg. Danach umrundeten wir den Lampertstein, kletterten hinauf und verliefen uns danach ein wenig im Wirrwarr aus Pfaden und Wegen. Keiner davon sah nämlich mehr so aus wie irgendwo beschrieben, irgendwie hatte vom kleinsten Trampelpfad bis zum als „Straße“ benannten Weg alles die gleiche Breite – nämlich die eines Harvesters bzw. anderer Holztransportfahrzeuge… ;-).

Hier ist übrigens mal zu sehen, wie so ein Harvester arbeitet und warum es im Wald „danach“ immer so aussieht, wie es aussieht..

Den Weg rund um den Spitzen Stein fanden wir trotzdem, die letzte Aussicht des Tages ließen wir aus und waren nach glatt 20 km und 566 m bergauf nach 4:20 h reiner Laufzeit zurück am Auto. Übernachtet wurde in Cunnersdorf, am Sonntagmorgen rollten wir nach Gohrisch bzw. auf den Wanderparkplatz unterhalb des Papststeins. Von dort starteten wir mit Sabine & Ulf und Kindern (aber ohne Chris, wegen einer kleinen Überlastung im Fuß) einen Spaziergang über Kleinhennersdorf zur Lichterhöhle und zurück (5,5 km, 1:12 h Laufzeit, 136 m Höhe).

Alle Bilder zum Vergrößern einfach anklicken:

 

Hier noch zwei Panoramabilder (auch vergrößerbar):

Ausblick vom Signal / Katzstein

Quirl, Königstein (halb verdeckt); Pfaffenstein, Lilienstein, Gohrischstein, Pabststein, im Hintergrund die Affen- und Schrammsteine, rechts schon die Böhmische Schweiz (vom Signal / Katzstein)

Ausblick vom Lamperstein

Ausblick vom Lamperstein

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Am schönsten wandert sichs im Winter …

… bei einigermaßen brauchbarem Wetter und auf vielen Wegen völlig allein. Vom 12. – 14. Februar 2016 (85 km mit dem Auto) standen wir auf dem großen Parkplatz mit dem schönen Namen „Auffangparkplatz Rathewalde“. Es ist aber nur der große Parkplatz am Beginn der Basteistraße, aufgefangen werden hier zu Stoßzeiten die vielen „Wanderer“, die dann leider nicht mehr auf die überfüllten Parkplätze direkt an der Bastei fahren können und dann … natürlich mit dem Pendelbus dorthin fahren. Wir hatten von Freitagabend bis Sonntagnachmittag den Platz für uns, die offizielle Einfahrt mit Kassenautomaten und Schranke ist außer Betrieb, es gibt aber eine Zufahrt über die Buswendeschleife (allerdings nicht wirklich ausgeschildert, man muss halt etwas „schauen“).

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Aufstieg im Schindergraben

Mitte Februar ist es nach der Ankunft für eine kleine Freitagsrunde noch immer zu spät weil zu dunkel. So kamen wir am Samstag recht früh in die Wanderschuhe, und liefen auf bekannten Wegen zum Uttewalder Grund und über „Stadt“ Wehlen nach Dorf Wehlen. Hier waren wir zu einer Hausbesichtigung verabredet, und danach stellte sich die Frage nach den Wegen für den „Rest“ des Tages. Da das Gebiet der vorderen Sächsischen Schweiz schon gut erwandert ist und damit uns bekannt blieben wir auf bekannten Wegen. In Rathen und an der Waltersdorfer Mühle gab es kurze Bierpausen, und über den Füllhölzelweg und Rathewalde waren wir dann nach immerhin schon wieder 26,6 km (5:07 h, 551 Höhenmeter) zurück.

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In einem Teil des Grabens wurden früher Bären gefangen gehalten … Verwendung: zweifelhafte Bärenhatzen in Dresden am Hofe…

Der Sonntag brachte für uns völlig neue Wege. Über Rathewalde ging es zum Hockstein mit seinen wunderbaren Ausblicken ins tiefe Polenztal, dann hinab in selbiges, um direkt nach der Gaststätte Polenztal wieder links den Schindergraben hinauf zu steigen. Hier wurden in früheren Jahrhunderten kranke und verseuchte Tiere „abgelagert“, heute heißt die Seuche eher: mangelndes Geld. Denn eigentlich ist der Weg gesperrt, nicht weil er gefährlich wäre oder wieder „wilde Natur“ werden solle (wie es die NP-Verwaltung an so vielen Stellen gern möchte), nein. Es fehlt schlicht an den wenigen hundert Euronen, die kleinen Holzbrücken instand zu setzen (der Weg ist im Übrigen Teil des Malerweges, eine Wander-Umleitung nicht mal ausgeschildert 😦 ).

Weiter ging es auf dem Malerweg immer oberhalb des Polenztales. Zunächst wurde der Große und dann der Kleine „Halbe“ passiert, danach die Gautsch-Grotte. Der Weg schlängelt sich immer auf halber Talhöhe entland, vorbei auch wieder einmal an einem „Diebskeller“ – wahrscheinlich wurde in der Gegend viel gemaust oder geschmuggelt ;-). Den Neuweg ging es dann ins Tal hinab, vorbei an der Waltersdorfer Mühle (heute ohne Bier!). Da es am Sonntagnachmittag am touristischen „Hotspot“ Bastei meist schon recht leer ist entschieden wir uns für diesen Rückweg und freuten uns wie jedes Mal über diverse Aus- und andere Blicke. Sonntag: 18,3 km – 3:50 h reine Laufzeit – 475 Höhenmeter.

(Ganz oben übrigens ein Panoramabild am Basteiaufstieg direkt oberhalb von Rathen.)

Kurzes Wochenende mit schlechtem Wetter

Am 20.+21. Februar 2016 (112 km) „mussten“ wir trotzdem los – Ziel war Cunnersdorf hinter Gohrisch. Also linkselbisch und gaaaanz weit hinten. Auch dieser Ausflug „hatte Gründe“ ;-).

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Blick vom Signal, dem Katzstein vorgelagerter Aussichtspunkt – mit Aussicht auf Wald und Nebel 😦

Am Samstag gab es bei schlechtem Wetter einen Ortsrundgang, am Abend standen wir auf dem Parkplatz der Katzsteinbaude (im Verzeichnis der Womo-Stellplätze steht „der Wirt möchte gefragt werden“ ^^) und folgtem natürlich nach dem Essen der freundlichen Einladung des Wirtes… Einige Biere (und Schnäpse – es ist einfach „Dorf“) später waren wir im Bett und ließen uns vom Regen in den Schlaf trommeln. Am Sonntag wanderten wir dann trotz Regen immerhin 6 km (1:20 h, 210 m Höhe). Einmal zum Katzstein hinauf, oben auf dem „Signal“ hat man bei schönem Wetter bestimmt eine super Aussicht, und dann noch zum Katzfelsen. Der Rückweg führte noch einmal durch den Ort Cunnersdorf, und am späten Mittag ging es ab nach Hause in die Sauna… ;-).

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Sehr viele Kilo- und Meter an einem Stück

29. – 31.01.2016, Parkplatz Hinterhermsdorf, 138 Auto-km

Die verwirrende Überschrift erkläre ich später – zunächst begann das Wochenende wie oft: Freitagnachmittag startet das Wohnmobil, sammelt unterwegs Chris ein und parkt dann zunächst am großen Supermarkt, um auch den Kühlschrank für die zwei folgenden Tage zu füllen. Da kalendarisch noch Winter herrscht erreichen wir Hinterhermsdorf und den Parkplatz an der Buchenparkhalle erst im Dunkeln, so können wir beizeiten die Nachtruhe einläuten.

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Ende Januar in der hinteren Sächsischen Schweiz

Der Samstag beginnt ganz gemächlich mit ausgiebigem Frühstück. Kurz nach 10 Uhr starten wir, in dem Wissen, dass es ja bis „mindestens 17 Uhr“ hell ist und wir bis dahin laaaange zurück sein werden. Es kam ein wenig anders. Waldarbeiten machten einen „schnellen“ Abstieg zur Kirnitzsch unmöglich, also suchten wir einen anderen Weg. Im großen Bogen ging es südlich um Hinterhermsdorf zum Oberen Hirschwaldweg, aufs Große Pohlshorn und den Dreisteigensteig (ja, der heißt wirklich so ;-)) zur Kirnitzsch bergab, um den Weg gleichen Namens auf der anderen Flußseite  wieder bergauf zu klettern. Den Abstecher zum Teichstein ließen wir aus, kamen bergab zum Zeughaus (geschlossen) und liefen auf bekanntem Weg die Zeughausstraße weiter. Zweimal links in Richtung Bärenfangwände, ohne Abstecher zum Raubschloss ging es weiter die Heringslöcher hinauf. Halbzeit – wir sind erstaunt, wie sehr hier in den Tälern noch Winter herrscht und

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Das Kirnitzschtal im Schnee

wie viel Eis und Schnee noch zu finden waren. Die Pause blieb wegen der Witterung kurz, ohne die letzten Höhenmeter zum Winterberg wollten wir heute am Katzenstein vorbei über den Roßsteig ins Tal.

Die Goldsteinaussicht genießen wir gegen halb drei, dann geht es wieder hinab zum Zeughaus und den großen Zschand in Richtung Grenze.  Spätestens hier – wieder im tiefen Tal des Zschand und damit im Schnee und im tiefen Winter – wird uns klar, dass die Tour länger an Kilometern und länger an Zeit wird, als wir eigentlich vorhatten… Die Hickelhöhle wird passiert, und der Aufstieg über die Thorwalder  Wände geht schon langsam an die Grenzen unserer noch ein wenig knapp bemessenen Kondition. Und – es wartet ja noch der Aufstieg hinter der Kirnitzsch.

Allerdings können wir diesen nicht auf kurzem Weg gehen, Waldarbeiten sperren das Lindiggründel. So entschließen wir uns zum kleinen Umweg über den Altarstein, erreichen den Fluß und laufen – schon ziemlich abgeschlafft und in beginnender Dunkelheit bis zur Hollstraße. Auch hier ist uns der kürzeste Weg verwehrt, so erreichen wir den Aufstieg am Tunnelweg in Richtung Königplatz, biegen vor diesem ab und landen mit dem letzten Licht und auch ziemlich am Ende unserer Kräfte wieder am Auto. 27,0 km stehen auf dem „Tacho“ Garmin, dazu knapp über 1.000 Höhenmeter – nach mehr als sieben Stunden an der frischen und teilweise kalten Luft schmeckt das „Feierabendbier“ besonders gut.

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27,0 km mit 4,8 kmh im Durchschnitt

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1.019 m Höhenunterschied

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sonntag diente dann der „Erholung“, dazu begaben wir uns auf einen kleinen Spaziergang durchs „Neudorf“ von Hinterhermsdorf und liefen über den Taubenstein bis zur Kirnitzsch und dort von der Bootsstation an der oberen Schleuse wieder zurück zum Wohnmobil. Nach 6,4 km und 190 Höhenmetern war nach knapp eineinhalb Stunden „genug getan“, zumindest für dieses Wochenende!

 

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